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Vorjahreszeitraum

Größte Asylwerber-Gruppe sind Kinder: 32 Prozent weniger Anträge

Größte Asylwerber-Gruppe sind Kinder: 32 Prozent weniger Anträge
(FOTO: iStock/shironosov)
3 Min. Lesezeit |

Die Anzahl der in Österreich gestellten Asylanträge ist im ersten Quartal dieses Jahres signifikant zurückgegangen. Insgesamt wurden 6.922 Ansuchen verzeichnet, ein Rückgang von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders auffällig ist dabei, dass Kinder bis sieben Jahre inzwischen die größte Gruppe unter den Asylwerbern darstellen. Während ungefähr die Hälfte der Antragssteller nicht älter als 18 Jahre ist. Ebenso hat sich der Frauenanteil unter den Asylsuchenden markant erhöht.

Kampf gegen Schlepper

Den Rückgang führt das Innenministerium vor allem auf eine erfolgreiche Schlepperbekämpfung zurück. Besonders im Burgenland, wo im Vorjahresmonat März noch 1.150 Aufgriffe registriert wurden, fiel die Zahl im Vergleichsmonat 2024 auf lediglich 36. Zusätzlich haben sich die Kosten für Schleppungen fast verdoppelt, was Österreich für illegale Schlepperrouten weniger attraktiv macht.

Frauenanteil steigt

Ein weiteres bemerkenswertes Phänomen ist der gestiegene Anteil weiblicher Asylsuchender, der nun fast 46 Prozent ausmacht. Dies stellt einen erheblichen Anstieg im Vergleich zum Gesamtjahr 2023 dar. Kinder und Jugendliche dominieren ebenfalls mit knapp einem Drittel der Anträge von den Allerjüngsten und mehr als der Hälfte von Antragstellern unter 18 Jahren.

Syrische Staatsangehörige an der Spitze

Die größte Gruppe unter den Asylwerbern bilden syrische Staatsangehörige, auf die 4.335 Anträge entfallen, gefolgt von afghanischen Antragstellern mit 665 Anträgen. Die Chancen auf Gewährung von Schutzstatus sind für diese Gruppen vergleichsweise hoch. Bei den Syrern wurde nur in 30 Prozent der Fälle ein negatives Asylverfahren beschieden, bei Afghanen in 39 Prozent der Fälle.

Familiennachzug und positive Prognosen

Die Zahlen deuten auch darauf hin, dass Familiennachzug weiterhin ein bedeutender Faktor bleibt. Im ersten Quartal gab es 3.783 Fälle mit einer positiven Prognose auf Erhalt eines Schutzstatus, wobei der Großteil, nämlich 3.503 Anträge, von syrischen Staatsangehörigen stammt.

Aberkennungen und Ausweisungen

Rund 7.500 Entscheidungen fielen im ersten Quartal positiv aus, wenn man auch humanitären Aufenthalt mit einbezieht. Andererseits wurden in 191 Fällen Personen Asyl oder subsidiärer Schutz aberkannt, wobei russische Staatsangehörige hier am häufigsten betroffen waren. Zusätzlich gab es 587 verhängte Aufenthaltsverbote und 846 Anordnungen zur Schubhaft.

Rückkehr und Abschiebung

In puncto Rückkehr in die Heimatländer verzeichnet Österreich 1.427 freiwillige Ausreisen und 1.722 zwangsweise Außerlandesbringungen, was insgesamt eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr ist. Hier führen Slowaken, Türken und Ungarn die Statistik an. Bei den Abgeschobenen waren laut Innenministerium 39 Prozent straffällig geworden.

Ukraine

Auch Menschen aus der Ukraine suchen weiterhin Schutz in Österreich. Im Zeitraum von Jänner bis März wurden unter der Vertriebenen-Verordnung Ukraine 3.484 Personen erfasst. Dies unterstreicht, dass die politische Lage in verschiedenen Weltregionen weiterhin die Asylstatistik Österreichs beeinflusst.

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KO KOSMO-Redaktion
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