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Große Aufregung: Mückstein in der ZIB2 zur Impfpflicht und dem Lockdown-Ende

(FOTO: Screenshot ORF TV-Thek, ZIB2 vom 6.12.2021)

Montagnacht war Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein im ORF zum ZIB2-Interview geladen. Doch seine Antworten zu den Impfpflicht-Details ließen die Zuseher und auch Moderator Armin Wolf verzweifeln.

Wie bereits berichtet, soll die Impfpflicht mit Februar 2022 fix kommen. Der vorläufige, achtseitige Endentwurf sieht vor, dass sich alle ab 14 Jahren impfen lassen müssen. Wer sich weigert muss mit saftigen Strafen rechnen: Impfverweigerer müssen ab Mitte März alle drei Monate 600 Euro Strafe blechen. Am Montagabend war Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein in der ZIB2 zu einem Interview zugeschaltet, um die Details zur Impfpflicht zu erklären – auch wenn er nicht besonders viel preisgab…

Viele Worte, kein Inhalt
ZIB-Moderator Armin Wolf legte gleich mit einer wichtigen Frage los: „Warum sind Schwangere und Kinder von der Impfpflicht ausgenommen?“ Doch anstatt konkret auf diese Frage zu antworten, gab Mückstein lieber Stehsätze von sich: „Wir haben einen sehr breiten Dialog mit Expertinnen und Experten gestartet. Wir haben mit Pensionisten-, Kinder- und Jugendvertreter und Kirchenvertretern geredet. Wichtig ist, dass wir einen breiten Konsens in der Bevölkerung und den Experten erreichen. Wir brauchen eine breite öffentliche Basis.“

Auch als Armin Wolf immer wieder und wieder versuchte nachzuhaken, bekam er jedes Mal lediglich von Mückstein zu hören, wie wichtig ihm der Konsens und die Expertenmeinungen seien. Selbst die deutliche Ansage von Armin Wolf, dem es langsam sichtlich reichte: „Herr Mückstein, ich unterbreche Sie ungern, aber Sie antworten sehr ausführlich auf eine Frage, die ich nicht gestellt habe“ ließ den Gesundheitsminister eher unbeeindruckt. Auch weiterhin gab es keine konkreten Antworten auf konkrete Fragen des Moderators.

„Das müssen Sie doch schon wissen!“
Mehrfach betonte Gesundheitsminister Mückstein, dass das Impfpflicht-Gesetz Ende dieser Woche präsentiert werde. Schließlich konnte sich selbst der erfahrene Anchorman nicht mehr zurückhalten: „Aber das hatten wir schon. Der Entwurf soll ja bis auf Details bereits fertig verhandelt sein. [Die Ausnahme für Schwangere und Kinder] ist ja kein Detail. Das müssen Sie doch schon wissen!“ Als auch hier wieder keine konkrete Antwort, sondern nur ausweichende Floskeln kamen, meinte Wolf resignierend: „Wenn Sie mir auf die anderen Fragen auch dieselben Antworten geben, weiß ich nicht, wie sinnvoll die anderen Fragen sind.“

„Ich bin so wahnsinnig ungern unhöflich“
Auch auf die nächste Frage folgte nur ein weiterer Stehsatz von Mückstein, was Moderator Armin Wolf endgültig zur Verzweiflung brachte: „Herr Minister, ich bin so wahnsinnig ungern unhöflich. Ich habe Sie nach ihrer Meinung gefragt, dafür brauchen Sie ja keine EthikerInnen. Sie sind Arzt!“ Als darauf nur Schweigen folgte, beendete Wolf schließlich die Befragung zum Thema Impfpflicht: „Heißt ich brauche Sie zum [Impfpflicht]-Gesetz nichts mehr fragen, weil es steht noch nichts fest?“

Lockdown-Ende fix
Immerhin ließ sich Gesundheitsminister Mückstein am Ende des Interviews doch noch ETWAS zum Thema Impfpflicht entlocken und zwar: Es wird für Impfverweigerer keine Haftstrafen geben, nur Geldstrafen. Zum Thema Lockdown ließ sich Mückstein auch noch etwas entlocken: Von der Regierung und den Ländern seien 20 Tage Lockdown vereinbart worden. Daran will man sich auch halten. Für Geimpfte sollen die Ausgangssperren wie geplant am 12. Dezember enden, für Ungeimpfte sollen sie wie geplant bleiben. Welche Zusatzregeln womöglich in welchen Bundesländern verhängt werden, wollte er aber nicht sagen: „Die Entscheidung kommt am Mittwoch.“

Kommt ein Weihnachtslockdown?
Diese Frage von Armin Wolf wollte Mückstein nicht verneinen: „Ich werde in einer Pandemie gar nichts garantieren. Wir haben zwei Wochen Lockdown hinter uns, weil wir die Intensivstationen schützen mussten. Der Lockdown war die letzte Möglichkeit, die hat auch Wirkung gezeigt“, so Mückstein. Allerdings könne man aufgrund der Omikron-Variante derzeit nichts Konkretes für Österreich versprechen.

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