Handball-WM: Was Kroatien, Serbien und Österreich erwartet

ERWARTUNGEN

Handball-WM: Was Kroatien, Serbien und Österreich erwartet

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Heute spielt Kroatien gegen Island, Serbien gegen Russland und Österreich gegen Saudi-Arabien. Foto: GERDEN2019

Heute startet für Kroatien, Serbien und Österreich die Handball-WM in Deutschland und Dänemark.

Alle drei Mannschaften haben heute um 18 Uhr ihre ersten Spiele: Kroatien trifft auf Island, Serbien auf Russland und Österreich auf Saudi-Arabien. Wir fassen für euch zusammen, was man von den drei Mannschaften bei der WM erwarten kann…

Kroatien: „Der Druck ist weg“

Nach dem Generationenwechsel kommen die Kroaten mit einem jungen Team und geringeren Erwartungen als sonst bei Großturnieren. Foto: HRS / Facebook

In der Gruppe trifft Kroatien auf Island, Japan, Mazedonien, Spanien und Bahrain. Naturgemäß wird von Kroatien ein Weiterkommen unter die ersten drei und damit ein Platz in der K.O.-Phase erwartet, aber diesmal ist der Druck auf die verjüngte Mannschaft definitiv geringer als bei den letzten Wettbewerben, wo von Kroatien als mehrfacher Welt-und Europameister oft der erste Platz erwartet wurde. Fehlen tut den Kroaten vor allem Blaženko Lacković, der „Bombarder“ auf der linken Seite: Domagoj Duvnjak hat seinen Platz eingenommen, während das Spiel vor allem um Luka Cindrić und Igor Karačić rotieren wird. In der Mannschaft sind – nach dem Generationswechsel – fünf Debütanten. Der kroatische Trainer Lino Červar erwartet sich als Minimum einen Platz unter der ersten 7. Der Grund: Diese Plätze sichern zumindest die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio.

Serbien: „Ein Gruppen-Aus wäre ein Misserfolg“

Die serbische Mannschaft will sich mit der Vorrunde alleine nicht zufrieden geben. Foto: RSS / Facebook

In der Gruppe mit Russland, Brasilien, Frankreich, Deutschland und das zumindest im Handball verbundene Korea (gemeinsames Team aus Nord- und Südkorea), will das junge serbische Team auf jeden Fall weiterkommen. Der Trainer Serbiens Nenad Peruničić sieht das auch als erklärtes Ziel: „Wenn wir es nicht schaffen, wäre das eine große Enttäuschung und ich werde in dem Fall alles auf meine Kappe nehmen“. Da Serbien nicht unbedingt ein leichtes Los hat, will man heute beim Spiel gegen Russland (18 Uhr) gewinnen.

Österreich: „Besser als bei der EM 2018 sein“

Zweimal in Serie für ein Großturnier qualifiziert: Österreich will dieses Mal mehr erreichen als bei der Europameisterschaft 2018.

Das junge österreichische Team schaffte eine Sensation, als es sich letztes Mal für die EM 2018 qualifizierte. Nun will man nicht nur Lehrgeld zahlen, sondern auch weiterkommen in der Gruppe mit Dänemark, Norwegen, Tunesien, Chile und Saudi-Arabien.. „Es darf ruhig mehr als die Vorrunde sein“, ist das Motto von dem aus Island stammenden Cheftrainer Patrekur Johannesson. Nur sechs Akteure im Team sind älter als 26 Jahre und somit ist Österreich auch eine der jüngsten Teams bei dieser Weltmeisterschaft. Die wichtigsten Spieler sind dabei vor allem im Nachbarland Deutschland aktiv.  Heute um 18 Uhr will man gegen Außenseiter Saudi-Arabien einen Sieg einfahren. Damit wäre ein erster Schritt Richtung K.O.-Runde getan.