Foodbloggerin Elma Pandzic verzückt ihre Follower in ihrem zweisprachigen Blog “Hanuma kocht” regelmäßig mit Rezepten aus ihren beiden Heimaten – Österreich und Bosnien-Herzegowina.

Wenn ihr mir auf Instagram folgt, dann erinnert ihr euch sicher an den Besuch bei meiner Mama und das Foto mit den Kuchen am Frühstückstisch. Einer hat es euch besonders angetan – ein alter Balkan-Klassiker, auch Cupava kata genannt. Das ist ein traditioneller Kuchen aus Ex-Jugoslawien. Der Name bedeutet wörtlich „zerzauste Kata“ und bezieht sich auf das charakteristische Aussehen des Kuchens, bei dem der Teig über die Füllung gerieben wird. Der Kuchen besteht aus einem Mürbeteigboden, einer Nussfüllung und einer geriebenen Teigdecke. „Cupava Kata“ ist ein Symbol für die kulinarische Tradition des Balkans und wird auch heute noch in vielen Haushalten zubereitet. Viel Spaß beim Nachbacken!
Zutaten für den Teig
250 g weiche Butter
70 g Puderzucker
etwas Vanille
4 Eigelbe Gr. M
½ Pkg. Backpulver (=8 g)
370 g Mehl (in Ö Typ W480, in D 405)
Füllung
4 Eiweiß Gr. M (120 g) + Prise Salz
80 g Zucker
130 g Powidl/Pflaumenmus
200 g gemahlene Walnüsse
Zubereitung
1) Verrührt per Hand oder mit dem Mixer weiche Butter, Puderzucker, Vanille und Eigelbe. Vermischt Mehl mit Backpulver, gebt sie dazu und verknetet einen kompakten Teig.
2) Ungefähr 1/3 des Teiges formt ihr zu einer dicken Rolle und wickelt sie in Frischhaltefolie ein. Stellt sie in den Gefrierschrank für ca. 1 Stunde. Den restlichen Teig legt ihr auf Frischhaltefolie, drückt ihn flach, formt ihn grob zu einem Quadrat oder Rechteck und wickelt ihn in Frischhaltefolie ein. Dieser Teil kommt für ca. 45 min in den Kühlschrank. Er sollte etwas fester geworden sein, aber nicht komplett auskühlen oder brüchig sein wie z.B Plätzchenteig.
3) Auf einem Stück Backpapier zeichnet ihr ein Rechteck mit ca. 20 x 30 cm Größe vor. Dreht das Papier um, legt die Teigplatte drauf und rollt sie auf die vorgezeichnete Größe aus. Ich lege dann einen Backrahmen in der selben Größe drumherum und entferne den überschüssigen Teig. Dieser wird ebenfalls verknetet und eingefroren.
4) Stecht die Platte mehrmals mit einer Gabel ein und backt sie vor. Im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad O/U Hitze ca. 10 min.
5) In dieser Zeit bereitet ihr die Füllung zu. Mixt das Eiweiß mit einer Prise Salz cremig. Fügt nach und nach den Zucker hinzu und mixt weiter, bis ihr einen festen Eischnee habt. Rührt den Powidl und die Nüsse ein.
6) Verteilt die Füllung auf der vorgebackenen Teigplatte und streicht sie glatt. Nehmt den gefrorenen Teig aus dem Gefrierschrank und reibt ihn auf einer Reibe in grobe Stücke. Verteilt diese gleichmäßig auf der Füllung. Gebt den Kuchen wieder in den Ofen. Diesmal für ca. 20-25 min bzw. bis er an der Oberfläche etwas Farbe angenommen hat (hellgelb – nicht goldgelb, sonst wird er trocken).
7) Nehmt ihn aus dem Ofen, lasst ihn 10 min auskühlen und entfernt den Backrahmen. Ich gebe ihn gerne in eine Kuchenbox der selben Größe, lasse ihn auf Zimmertemp. auskühlen, schneide ihn in kleine Rechtecke mit 3 x 7 cm Größe (siehe Video) und stelle ihn dann über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Tag noch mit Puderzucker bestreuen und servieren.
[crp box=“1″ limit=“3″ heading=“1″ offset=“0″]
Tipps
a) dieser Kuchen eignet sich perfekt zum Einfrieren. Ich gebe die geschnittenen Stücke mit etwas Abstand zueinander in eine Box und friere sie so ein. Auftauen über Nacht im Kühlschrank oder 1-2 Stunden auf Zimmertemperatur.
b) Im Kühlschrank gelagert ist er mindestens 2 Wochen haltbar.
c) Alternative Zutaten: statt Walnüssen könnt ihr Haselnüsse und statt Powidl andere Marmelade-Sorten verwenden.
d) Wichtig: die Teigplatte sollte nicht zu lange im Kühlschrank stehen, da sie sonst brüchig wird und schwer auszuwalken ist. Lieber zu kurz als zu lange kühlen! Sollte es euch trotzdem passieren, dass sie steinhart ist – einfach auf Zimmertemperatur stehen lassen. Dann lässt sie sich wieder bearbeiten.
e) Alternative Vorgehensweise: ihr könnt den Teig, anstatt ihn zum Rechteck zu formen, zu kühlen und auszurollen, auch im weichen Zustand gleich in die Form drücken. Dadurch wird der Boden jedoch nicht ganz so eben und die fertigen Stücke haben keine so sauberen Schichten, wie wenn ihr den Teig kühlt und dann ausrollt.