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Harte Strafe: UEFA schließt Partizan Belgrad aus

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(FOTO: zVg./Wikipedia)

Die UEFA verkündete gestern offiziell, dass der serbische Traditionsverein für eine Spielzeit im europäischen Wettbewerb gesperrt ist. Grund hierfür ist ein Verstoß gegen das Financial Fairplay.

Dieses dreijährige Verbot seitens der UEFA ist aufgrund des Schuldenberges des Fußballvereins ausgesprochen worden. Partizan schuldet unter anderem dem Staat Serbien knapp 2,5 Millionen Euro an Sozial- und Steuerabgaben.

Der Klub hätte in den vergangenen fünf Jahren bereits zum dritten Mal die finanziellen Regelungen missachtet: „Aufgrund der außergewöhnlichen Umstände ist das Urteil gerechtfertigt und soll eine abschreckende Wirkung entfalten“, lautet die offizielle Begründung des Finanz-Kontrollorgans der UEFA.

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Die bosnische Fußball-Nationalmannschaft muss beim bevorstehenden Match gegen Gibraltar am 25. März 2017 auf den Trainer verzichten: Mehmed Baždarević wurde von FIFAs Disziplinarkommission suspendiert.

Bereits 2013 war Partizan Belgrad wegen ähnlichen Verstößen auf Bewährung von europäischen Fußballbewerben ausgeschlossen worden. Allerdings konnte der Klub damals nachträglich einen Nachweis über die Tilgung der Schulden erbringen und somit auch weiterhin an internationalen Wettkämpfen teilnehmen.

Auch dieses Mal hofft der Verein darauf, dass die Schulden nachträglich getilgt werden können: „Spätestens Anfang kommender Woche werden wir alles geklärt haben“, so Vereinschef Milorad Vučelić. Auch der Partizan-Generaldirektor beteuert, dass es sich um ein Missverständnis handle.

Es wird sich also in den kommenden Tagen zeigen, wie sich die Situation weiterentwickelt. Sollte die UEFA allerdings auf der Strafe verharren, so bleibt den Belgradern nur noch der Gang vor den internationalen Sportsgerichtshof.