Für die irische Billigfluggesellschaft Ryanair stehen herausfordernde Zeiten bevor. Die Europäische Kommission hat entschieden, dass das Unternehmen mehrere Millionen Euro an das Bundesland Rheinland-Pfalz zurückzahlen muss. Diese Entscheidung basiert auf einem Urteil, das kürzlich gefällt wurde.

Ursprünglich erhielt Ryanair erhebliche finanzielle Unterstützung, um ihre Präsenz am Flughafen Hahn in Deutschland auszubauen. Nun muss die Fluggesellschaft zwischen 13 und 14 Millionen Euro an erhaltenen Staatshilfen zurückzahlen. Diese Subventionen waren unter anderem für Marketingmaßnahmen und Schulungen vorgesehen. Die EU-Kommission stellte jedoch fest, dass diese Hilfen gegen die geltenden Vorschriften verstießen. Die Untersuchung dazu begann bereits im Jahr 2018.
Auswirkungen auf den Flughafen Hahn
Auch der Flughafen Hahn selbst wurde nicht verschont. Er wurde dazu verpflichtet, 1,25 Millionen Euro an die Landesregierung zurückzuzahlen. Hintergrund ist, dass dem Flughafen ein Grundstück kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Einige der gewährten Förderungen entsprachen jedoch den Marktkonditionen und wurden von der EU nicht beanstandet. Diese finanziellen Mittel flossen beispielsweise in den Bau einer Wartungshalle.
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Die problematischen Unterstützungsmaßnahmen, welche schließlich zur erwähnten Rückzahlungsverpflichtung führten, stammen aus den Jahren 2005 bis 2017. Trotz der langen Vergangenheit und der Komplexität der Unterstützung sollen mit diesem Urteil die Wettbewerbsverhältnisse nun wieder gerecht gestaltet werden.