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Insolvenz

Hitze, Schulden, Behörden-Hammer: Wiener Club vor dem Aus

Hitze, Schulden, Behörden-Hammer: Wiener Club vor dem Aus
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Sommerhitze, ein illegaler Umbau und Schulden: Für einen Wiener Club wird 2026 zum Schicksalsjahr.

Der Inc Club am Schwarzenbergplatz in Wien-Landstraße – eine Location, die sich auf ihrer Webpräsenz mit lückenloser Organisation, High-End-Technik und modernem Interieur bewirbt – steht vor dem wirtschaftlichen Aus. Auf der Plattform eventinc.de heißt es über das Angebot: „Ob Teilbereich in das Clubgeschehen eingegliedert oder der gesamte Club bei privaten Veranstaltungen – hier erwartet Sie eine lückenlose Organisation mit High-End Technik, Service auf höchsten Niveau sowie stylisch-modernen Interieur für jeden Anlass.“ Das Objekt ist demnach in Teilbereichen oder als Ganzes von Sonntag bis Donnerstag für Veranstaltungen buchbar.

Zur Ausstattung heißt es weiter: „Der Clubbereich unterteilt sich in einen Mainfloor – welcher mit diversen Loungen, Bars und einem Tanzbereich ausgestattet ist – sowie eine offene, top ausgestattete Gallerie. Der Bereich welcher von Ihnen für Ihre Veranstaltung angemietet wird kann in Bezug auf Größe und Set-Up individuell vereinbart und programmiert werden.“

Sanierungsverfahren eröffnet

Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) mitteilt, wurde über das Vermögen der SARGAS Holding GmbH – Firmenbuchnummer FN 515121g – am Handelsgericht Wien unter der Geschäftszahl 38 S 93/26t ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Die Gesellschaft betreibt unter dem Namen „Inc Club“ eine Diskothek am Schwarzenbergplatz 7 in Wien-Landstraße. 19 Beschäftigte sind von der Insolvenz betroffen.

Zu den Ursachen erklärt der AKV: „Die Gründe für das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz führt die Insolvenzschuldnerin auf mehrere wirtschaftliche Faktoren zurück. Insbesondere wird ausgeführt, dass die frühen hohen Temperaturen im Jahr 2026 zu einer frühzeitigen Sommersaison bereits Anfang Juni und damit zu einer deutlichen Schwächung des Clubbetriebs geführt haben.“ Hinzu kommt laut AKV ein weiterer belastender Umstand: „Darüber hinaus kam es zu einer behördlichen Schließung im Oktober nach einem nicht behördlich genehmigten Umbau, welche erhebliche Umsatzeinbußen sowie zusätzliche Kosten verursachte.“

Gläubiger-Quote geplant

Die Gesamtverbindlichkeiten belaufen sich auf rund 450.000 Euro. Das Unternehmen beabsichtigt, den Betrieb fortzuführen und einen Sanierungsplan vorzulegen. Laut AKV gilt dabei folgendes Ziel: „Die Insolvenzschuldnerin beabsichtigt das Unternehmen zu sanieren und ihren Gläubigern einen Sanierungsplan anzubieten, wonach eine Quote von zumindest 20 % binnen zwei Jahren zur Auszahlung gelangen soll.“

Auf der Webpräsenz des Clubs heißt es ergänzend zum gastronomischen Angebot: „Für die kulinarische Verpflegung stellen wir Ihnen gerne unseren Catering-Partner auf Wunsch zur Seite, andererseits steht Ihnen auch unser hauseigenes Barpersonal sowohl mit klassischen als auch mit ausgefallenen Getränkekreationen zur Verfügung.“

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KO KOSMO-Redaktion
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