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ISTRIEN

Hunderte Meter langer Ölteppich vor kroatischer Adriaküste

OELTEPPICH
Symbolbild (FOTO: iStock)

Im Küstenabschnitt Istriens kam es zu einem umweltbedenklichen Vorfall: In Premantura, nahe dem Campingplatz Stupice, wurde am frühen Sonntagmorgen ein ausgedehnter Ölteppich vorgefunden. Die Entdeckung löste umgehend umfangreiche Reinigungsaktionen aus, an denen Dutzende Helfer beteiligt sind, während die Suche nach der Ursache dieser Verschmutzung intensiviert wird.

Die Gemeinde Medulin, unter der Premantura fällt, bestätigte, dass eine schwimmende Substanz mit dem Geruch und den Eigenschaften eines Ölderivats festgestellt wurde. Die genaue Art und Herkunft der Verschmutzung bleibt derzeit noch ungeklärt, bis eine umfangreiche Analyse Aufschluss gibt.

Einsatzkräfte mobilisiert

Die Reinigungsaktionen, unterstützt von kommunalen und staatlichen Diensten sowie zahlreichen Freiwilligen, haben im Anschluss begonnen und machen laut Dolores Brenko-Skerjanc, der Hafenkapitänin von Pula, gute Fortschritte. Der Ölteppich erstreckt sich über mehrere hundert Meter entlang der Küstenlinie.

Trotz der erschreckenden Entdeckung gibt Bezirksfeuerwehrkommandant Dino Kozlevac Entwarnung. Eine Luftüberprüfung durch zwei Flugzeuge ergab, dass die Verunreinigung geringer ist als ursprünglich befürchtet.

Ursachenforschung läuft auf Hochtouren

Während einer Pressekonferenz konnte Brenko-Skerjanc nur bestätigen, dass es sich um eine Kohlenwasserstoffverschmutzung scheinbar unbekannter Herkunft handelt, die aus südlicher Richtung gekommen sein muss. Gerüchte über einen nahe der Küste gesichteten großen Tanker kursieren, während offizielle Untersuchungen noch im Gange sind.

Ivan Kirac, Bürgermeister der Gemeinde Medulin, sprach allen vor Ort tätigen Einsatzkräften seinen Dank aus für ihren außergewöhnlichen Einsatz, die Ausbreitung der Umweltverschmutzung einzudämmen. Die Bemühungen zeigen, wie die Gemeinschaft in Krisenzeiten zusammenrücken kann, um die Natur zu schützen und den Schaden so gering wie möglich zu halten.