Start NEWS Chronik Illegale Beauty-Eingriffe auf Balkanstraße: Falsche Ärztin in U-Haft
OTTAKRINGER STRASSE

Illegale Beauty-Eingriffe auf Balkanstraße: Falsche Ärztin in U-Haft

Symbolbild (FOTOS: Wikimedia Commons/Gugerell, iStockphoto)

Es ist nicht das erste Mal, dass auf der Ottakringer Straße illegale Beauty-Eingriffe durchgeführt wurden. Eine 25-jährige Bosniern wurde kürzlich deswegen sogar verhaftet.

Schon vor drei Jahren wurde auf der sogenannten Balkanstraße eine Polizei-Razzia gegen illegale Schönheitsoperationen bzw. kosmetische Eingriffe in Friseursalons durchgeführt. (KOSMO berichtete) Serbische Ärzte reisten nach Wien, um hierzulande im Pfusch Eingriffe vorzunehmen. Viele Frauen klagten später über schwere Nebenwirkungen. (KOSMO berichtete)

Bosnierin gab sich als Ärztin aus
Vor einigen Wochen wurde ein weiterer solcher Fall publik. Eine gebürtige Bosnierin (25) gab sich von November 2020 bis Februar 2021 als Ärztin aus und führte in ihrer Wohnung Beauty-Eingriffe durch.

Solche ästhetischen Behandlungen dürfen in Österreich nur die dafür ausgebildeten Ärzte in entsprechenden Ordinationen mit sterilen und sicheren Instrumenten durchführen. Kosmetische Mittel, die verwendet werden, können allergische Reaktionen auslösen, egal wie hochwertig diese auch sein mögen. Die 25-Jährige verfügte jedoch lediglich über eine kosmetische Ausbildung.

Eingriff ging schief
Auf der Balkanstraße machten die Dienste der Bosnierin schnell die Runde und auch via Instagram warb sie Kunden an. Für ihre Dienste kassierte sie bis zu 750 Euro. Die illegalen Machenschaften der 25-Jährigen flogen erst auf, als die Lippen-Unterspritzung bei einer Influencerin in die Hose ging. Das Opfer zeigte die vermeintliche „Beauty-Ärztin“ schlussendlich an. Kurz darauf meldeten sich auch zahlreiche weitere Frauen, die über Nebenwirkungen klagten.

Wie „oe24“ berichtet, befindet sich die gebürtige Bosnierin nun bereits seit 7 Wochen in Untersuchungshaft. Ihr werden Kurpfuscherei, gewerbsmäßigem Betrug, schwerer Körperverletzung, gefährlicher Drohung und Nötigung zur Last gelegt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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