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Machtprobe

Infantino am Abgrund: UEFA bereitet Strafverfahren vor

Infantino am Abgrund: UEFA bereitet Strafverfahren vor
FOTO: EPA/LAURENT GILLIERON
2 Min. Lesezeit |

FIFA-Boss Infantino gerät massiv unter Druck – ein milliardenschwerer Deal könnte seine Karriere an der Spitze des Weltfußballs gefährden.

Der europäische Fußballverband UEFA bereitet ein Strafverfahren gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino vor. Auslöser ist ein umstrittener Investorendeal im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft, der den Verdacht der ungetreuen Geschäftsbesorgung begründet. Konkret geht es um den gescheiterten FIFA-Forward-Enterprise-Investorendeal, wegen dem die UEFA eine Strafanzeige in der Schweiz vorbereitet und dazu in den USA gerichtliche Anträge gestellt hat, um von in Florida ansässigen FIFA-Gesellschaften Dokumente und Zeugenaussagen zu erhalten.

UEFA fordert Unterlagen

Die UEFA verlangt von der FIFA sowie von Finanzinstituten die Herausgabe relevanter Unterlagen, um die Hintergründe des geplanten WM-Investorenmodells lückenlos aufzuklären. In einem formellen Schreiben hat die UEFA Infantino und die FIFA darüber informiert, dass sie rechtliche Schritte, Schiedsverfahren und/oder aufsichtsrechtliche Beschwerden im Zusammenhang mit dem FIFA-Forward-Enterprise-Plan aktiv in Erwägung zieht und von FIFA sowie Infantino die unverzügliche Sicherung sämtlicher relevanter Dokumente und elektronisch gespeicherter Informationen verlangt. Im Mittelpunkt steht dabei Infantino selbst, dem vorgeworfen wird, das milliardenschwere Vorhaben ohne die erforderliche Zustimmung der FIFA-Gremien vorangetrieben zu haben. Der Widerstand dagegen war erheblich – insbesondere aus europäischen Fußballkreisen kam scharfe Kritik, die Infantino schließlich dazu bewog, die Pläne zurückzuziehen.

Parallelen zu Blatter

Die Situation weckt Erinnerungen an den Fall von Infantinos Amtsvorgänger Joseph Blatter, der 2015 infolge von US-Ermittlungen zum Rücktritt gezwungen wurde. Auch im aktuellen Verfahren spielt die US-Justiz eine potenzielle Rolle, da die Rechtsabteilung der FIFA in Florida ansässig ist. Eröffnet werden könnte das Verfahren gegen Infantino jedoch in der Schweiz – mit möglicherweise weitreichenden Folgen für seine weitere Karriere im internationalen Fußball.

Der 56-Jährige strebt 2027 eine erneute Kandidatur als FIFA-Präsident an, kann dabei bislang jedoch nicht auf die Unterstützung der UEFA zählen.

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KO KOSMO-Redaktion
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