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Fahndung

Interpol fahndet nach 30-Jährigem: Letzte Spur führt zu Geschäftsgebäude in Bosnien und Herzegowina

Interpol fahndet nach 30-Jährigem: Letzte Spur führt zu Geschäftsgebäude in Bosnien und Herzegowina
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Luxusautos im Wert von 440.000 Euro verschwanden spurlos nach der Übergabe. Der Hauptverdächtige ist untergetaucht, während die Ermittler vor einem Rätsel stehen.

Er steht auf der internationalen Fahndungsliste wegen mutmaßlichen Luxusauto-Betrugs in Höhe von rund 440.000 Euro. Gegen den Mann laufen Ermittlungen in zwölf Fällen schweren Betrugs, mit Tendenz zur Ausweitung des Verfahrens. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte Martinovic in den Jahren 2022 und 2023 über seine Firma hochpreisige Fahrzeuge übernommen, ohne jemals dafür zu bezahlen. Die Premiumfahrzeuge verschwanden kurz nach der Übernahme spurlos.

Zu den unterschlagenen Wagen zählen ein Porsche von 2014, zwei BMW-Modelle aus den Jahren 2018 und 2010, ein Mercedes-Benz von 2015, ein Mercedes-AMG aus 2011 sowie ein Audi, ebenfalls Baujahr 2011.

Spurlose Fahrzeuge

Staatsanwältin Ema Lundin bestätigt gegenüber der Zeitung Expressen, dass die Fahnder nur einen Bruchteil der Fahrzeuge sicherstellen konnten. „Die meisten Autos sind wie vom Erdboden verschluckt, wir haben keinerlei Anhaltspunkte“, erklärte sie. Trotz des beträchtlichen Umfangs des Betrugs gebe es keine Hinweise auf Verbindungen zum organisierten Verbrechen.

Bemerkenswert ist auch, dass die Ermittler bislang keine weiteren Verdächtigen identifizieren konnten, obwohl sowohl die Anzahl der verschwundenen Fahrzeuge als auch die Schadenssumme erheblich sind.

Internationale Fahndung

Für Martinovic wurde bereits Untersuchungshaft in Abwesenheit angeordnet. Die schwedischen Behörden vermuten, dass er das Land verlassen hat. Seine letzte bekannte Spur führt zu einem Geschäftsgebäude in Bosnien-Herzegowina, obwohl er jahrelang im schwedischen Varberg gemeldet war.

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Die Staatsanwältin gibt zu bedenken: „Wir wissen nicht, ob ihm die internationale Fahndung bereits bekannt ist. Falls er es jetzt durch die Medien erfährt, könnte das dazu führen, dass er noch tiefer abtaucht.“

Interessanterweise war Martinovic bisher strafrechtlich kaum in Erscheinung getreten – lediglich eine Strafe wegen Ruhestörung und zwei Bußgelder wegen überhöhter Geschwindigkeit sind aktenkundig. Seine Firma „Auto Corner Varberg“ meldete im August Konkurs an.

Gegen das Unternehmen waren zuvor 26 Verfahren vor der schwedischen Staatlichen Reklamationskommission anhängig.