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Leichtathletik

Ivana Spanovic nimmt nicht an EM teil!

Ivana_Spanovic
(EPA/Ennio Leanza)

Die besten Athleten kennen ihren Körper und seine Grenzen. Ivana Spanovic, Serbiens Aushängeschild in der Leichtathletik, konzentriert sich straff auf die kommenden Olympischen Spiele in Paris. Dabei verzichtet sie bewusst auf die Teilnahme an der diesjährigen Wintersaison und den Europameisterschaften.

„Ich habe mich gegen die Wintersaison entschieden, ebenso gegen die Europameisterschaft in Rom, weil ich kein Risiko eingehen möchte, in Paris unter Schmerzen zu springen“, erklärt Spanovic. Ihr Hunger nach Medaillen, sagt sie, sei längst gesättigt; stattdessen strebt sie danach, in bester Form und ohne Verletzungssorgen anzutreten. Ihre Strategie ist es, Wettbewerbe auszulassen, bis sie sich vollkommen bereit fühlt – eine Taktik, die auf Paris abzielt, ihre ungeteilte Aufmerksamkeit seit den Spielen in Tokio.

Spanovic erinnert sich an ihre erste Olympiateilnahme 2008 in Peking (China), die sie direkt nach ihrem Sieg bei der Junioren-Weltmeisterschaft ohne große Erwartungen antrat. Überwältigt von der Größe des Events konnte sie sich kaum auf den Wettkampf konzentrieren. Heute, Jahre später, spricht die erfahrene Athletin von ihren „letzten Spielen“, die fünften in ihrer Laufbahn, und fühlt sich bereit, das nächste Kapitel aufzuschlagen. Der Stolz über ihre Entwicklung ist offensichtlich, sowohl persönlich als auch sportlich.

Gold im Blick

Die Traumvorstellung klingt wie folgt: Ivana Spanovic und Novak Djokovic (Serbien), zwei der größten Sportstars Serbiens, treten in Paris an und erklimmen gemeinsam das höchste Podium. „Die Leute versuchen, uns zu trösten, indem sie sagen, wir hätten bereits genug gewonnen, aber wir wissen, dass wir noch mehr erreichen können“, teilt Spanovic mit. Ihr fehlt nur noch die Goldmedaille in ihrer beeindruckenden Sammlung – eine Lücke, die sie in Paris zu schließen hofft.

Vorbereitungen im Gange

Auch Bozidar Maljkovic, Präsident des Olympischen Komitees Serbiens, betont, dass die Vorbereitungen für das bevorstehende prestigeträchtige Sportereignis bereits begonnen haben. Das Ziel ist klar umrissen: Man wolle in Paris glänzen und die lange traditionsreiche Sportgeschichte Serbiens weiterführen. Der Weg dorthin wird akribisch geplant und jeder Schritt sorgfältig abgewogen. Spanovic und ihre Kollegen stehen stellvertretend für eine Generation von Athleten, die bereit sind, Geschichte zu schreiben.