Nach zwölf Tagen Krieg herrscht Waffenruhe zwischen Israel und Iran. Doch während Teheran eine historische Trauerfeier vorbereitet, gibt Israel Einblick in gescheiterte Pläne.
Die israelische Armee hat trotz intensiver Bemühungen Khamenei (Irans Oberster Führer) nicht aufspüren können. Der israelische Minister Katz erläuterte am Donnerstagabend im Radiosender Kan, dass der iranische Führer sich tief im Untergrund verschanzt und sämtliche Verbindungen zu seinen Kommandanten gekappt habe, was seine Lokalisierung letztlich unmöglich machte. In einer früheren Stellungnahme bei Channel 13 hatte Katz bereits verkündet, Israel werde keine weiteren Tötungsversuche unternehmen, da mit dem Waffenstillstand eine neue Situation eingetreten sei.
Während der aktiven Kriegsphase hatte Katz noch deutlich schärfere Töne angeschlagen und erklärt, Khamenei, der die Vernichtung Israels anstrebe, dürfe nicht am Leben bleiben.
Historische Trauerfeier
Der Iran bereitet derweil für Samstag eine Trauerfeier von „historischem“ Ausmaß für die bei israelischen Angriffen getöteten Militärführer und Atomwissenschaftler vor. Wie der Religionsvertreter Mohsen Mahmoudi am Freitag im staatlichen Fernsehen ankündigte, beginnt die Zeremonie auf dem zentralen Platz der Revolution in Teheran, gefolgt von einem Trauerzug zum etwa elf Kilometer entfernten Platz der Freiheit.
„Der morgige Tag wird in die Geschichte des islamischen Iran und der Revolution eingehen“, erklärte der Religionsvertreter der Provinz Teheran. Insgesamt sollen „60 Märtyrer aus allen gesellschaftlichen Schichten“ beigesetzt werden. Ob Khamenei selbst an den Feierlichkeiten teilnehmen wird, blieb zunächst unklar.
Militärische Eskalation
Israel hatte am 13. Juni eine großangelegte Militäroperation gegen den Iran eingeleitet und über mehrere Tage hinweg vorwiegend Atomanlagen und militärische Einrichtungen bombardiert. Als Reaktion darauf griff der Iran Israel mit Raketen und Drohnen an. Auch die USA beteiligten sich mit Luftschlägen gegen iranische Atomanlagen. Nach zwölftägigen Kampfhandlungen trat am Dienstag eine Waffenruhe zwischen den beiden Ländern in Kraft.
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Amerikanische Beteiligung
Die US-Beteiligung stellte eine signifikante Ausweitung des Konflikts dar. In der Nacht zum 22. Juni bombardierten amerikanische Kampfjets mit bunkerbrechenden Bomben die Atomanlagen Fordo, Natans und Isfahan im Iran. Diese direkten Angriffe erfolgten als unmittelbare Reaktion auf die vorherigen israelischen Luftschläge und wurden von der US-Regierung mit der Notwendigkeit begründet, das iranische Atomprogramm nachhaltig zu schwächen.
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US-Präsident Trump übernahm anschließend eine zentrale Vermittlerrolle bei der Beendigung der Kampfhandlungen. Nach mehreren Telefonaten mit Israels Premier Netanjahu verkündete Trump in der Nacht zum 24. Juni eine stufenweise Waffenruhe, der beide Konfliktparteien zustimmten. Die USA setzten dabei Israel unter Druck, die Angriffe einzustellen, und drohten mit Konsequenzen bei weiteren Verstößen gegen die vereinbarte Feuerpause. Obwohl sich beide Seiten gegenseitig Verletzungen der Waffenruhe vorwarfen, hielt diese zunächst.
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