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Jugoslawische Volksarmee

JNA-Tattoos: Das haben die jungen Männer damals tätowiert

(FOTO: zVg.)

Spuren des Systems des ehemaligen Jugoslawiens sind noch zu finden. Und das in Form von Tätowierungen ehemaliger Soldaten der Jugoslawischen Volksarmee (JNA), die noch immer als Erinnerung an eine vergangene Zeit dienen.

Soldaten wurden meistens mit Nähnadeln tätowiert. Die Nadel wurde mit einem Faden umwickelt, die anschließend in flüssige Pigment getaucht wurden. Die Farbe stammte von einem Kugelschreiber oder von schwarzer Tinte, die zu dieser Zeit überall in der Armee zu finden war.

Motive der JNA-Soldaten

Zu den typischen Motiven der Soldaten gehörten meist die JNA-Inschrift, das Jahr des Eintritts in die Armee und der Dienstort. Eventuell noch die Bezeichnung der Einheit und des Armeezweigs. Künstlerische Vorlagen bestanden dann oft aus Namen von Mädchen, Lieblingsclubs, Waffen, Comic-Helden, politischen Motiven und Bandnamen.

Die Popularität von JNA-Tattoos war unterschiedlich und hing von der Entstehungszeit ab. In den 1960er und 1970er Jahren – nach inoffiziellen Schätzungen – haben sich 30 bis sogar 90 Prozent der Soldaten mit dieser Technik der dauerhaften Selbstkennzeichnung tätowiert lassen.

Die Soldaten suchten sich untereinander die Künstler aus, die ihre Haut mit kleinen Nadelstichen bearbeiten durften. Dann kam der schwierige Teil und es hieß: stillgestanden!

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(FOTO: zVg)

Es juckte, es brannte, die Haut wurde rot, aber die Soldaten waren stolz auf ihre Tätowierung, mit denen sie protzten.

Einige Tattoos wurden gecovert, sodass aus JNA der Schriftzug ONA (SIE) wurde.

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(FOTO: zVg)

Tätowierungen waren für jeden eine persönliche Erfahrung und Teil einer intimen Lebensgeschichte.

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