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Kassenzukunft

Kasse ohne Personal: Warum immer mehr Österreicher selbst scannen

Kasse ohne Personal: Warum immer mehr Österreicher selbst scannen
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Schnell, kontaktlos und selbstständig: Selbstbedienungskassen werden in Österreich immer beliebter. Doch zwischen den Generationen bestehen deutliche Unterschiede.

Fast die Hälfte der erwachsenen österreichischen Bevölkerung nutzt Selbstbedienungskassen gerne. Das geht aus dem aktuellen „Consumer Check: So kauft Österreich“ hervor, den der Handelsverband gemeinsam mit Thalia in Auftrag gegeben hat. Demnach stehen 47 Prozent der Befragten Self-Checkout-Systemen positiv gegenüber – wobei die Akzeptanz je nach Altersgruppe erheblich auseinandergeht.

Unter den 18- bis 29-Jährigen geben bereits 82 Prozent an, Selbstbedienungskassen gerne zu nutzen. Bei den 30- bis 44-Jährigen sind es 67 Prozent. In der Generation X sinkt der Anteil auf 39 Prozent, bei Babyboomern und Golden Agern liegt er lediglich bei 20 Prozent.

Verbreitung nach Branchen

Am stärksten verbreitet sind Selbstbedienungskassen im Lebensmitteleinzelhandel. 31 Prozent der Befragten nutzen sie dort häufig oder fast immer, weitere 20 Prozent zumindest gelegentlich. Damit greift insgesamt mehr als die Hälfte der Konsumenten im Lebensmittelhandel zumindest hin und wieder auf Self-Checkout-Systeme zurück.

In Baumärkten verwenden 20 Prozent der Befragten Selbstbedienungskassen häufig oder fast immer. Dahinter folgen Drogerien mit 18 Prozent, Möbel- und Einrichtungshäuser mit 15 Prozent sowie der Buchhandel mit elf Prozent. Dort halten Self-Checkout-Systeme bislang erst schrittweise Einzug.

Auch regional zeigen sich Unterschiede. In Oberösterreich und Salzburg nutzen 53 Prozent der Befragten Selbstbedienungskassen häufig oder fast immer. Tirol und Vorarlberg folgen mit 50 Prozent, Wien liegt mit 49 Prozent knapp dahinter. In Niederösterreich und dem Burgenland beträgt der Anteil 44 Prozent, in der Steiermark und Kärnten 41 Prozent.

Als wichtigstes Argument für die Nutzung nennen die Befragten die Zeitersparnis: 36 Prozent schätzen die Möglichkeit, ihren Einkauf schneller abzuwickeln. Für 25 Prozent ist entscheidend, das Tempo beim Kassieren selbst bestimmen zu können. 21 Prozent bevorzugen den kontaktlosen Bezahlvorgang, während 18 Prozent es begrüßen, beim Kassieren kein Gespräch führen zu müssen.

Kritik und Wünsche

Trotz der wachsenden Beliebtheit stößt das System nicht überall auf Zustimmung. 36 Prozent der Befragten befürchten, dass Selbstbedienungskassen zum Verlust von Arbeitsplätzen im Handel führen könnten. 34 Prozent empfinden sie bei größeren Einkäufen als unpraktisch, 31 Prozent vermissen bei Problemen schnell erreichbares Personal.

Weitere Kritikpunkte sind die eingeschränkten Möglichkeiten zur Barzahlung, die von 27 Prozent genannt werden, sowie technische Störungen, die 24 Prozent der Befragten als Nachteil sehen. 21 Prozent vermissen zudem den persönlichen Kontakt zu den Beschäftigten an der Kasse.

Eine vollständige Abschaffung klassischer Kassen lehnt die große Mehrheit ab. 76 Prozent wünschen sich, auch künftig zwischen einer herkömmlichen Kasse und einer Selbstbedienungskasse wählen zu können. Insbesondere bei größeren Einkäufen oder wenn Unterstützung benötigt wird, bevorzugt ein erheblicher Teil der Konsumenten weiterhin den direkten Kontakt mit dem Kassenpersonal.

Für die repräsentative Onlineerhebung befragte Reppublika Research im Auftrag des Handelsverbands und von Thalia vom 6. bis 17. Juli 2026 insgesamt 1.009 Personen ab 18 Jahren in Österreich.

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KO KOSMO-Redaktion
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