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Diaspora

Diaspora-Arbeiter kehrt heim: 900 Euro Verzicht, dafür jeden Abend bei seiner Familie

Diaspora-Arbeiter kehrt heim: 900 Euro Verzicht, dafür jeden Abend bei seiner Familie
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

900 Euro weniger im Monat – und trotzdem keine Sekunde gezögert. Ein Mann aus der Diaspora setzt ein Zeichen, das viele bewegt.

Ein Arbeiter hat eine Entscheidung getroffen, die in sozialen Netzwerken für lebhafte Diskussionen sorgt: Er kündigt seinen Job in Deutschland und kehrt nach Zagreb zurück – um endlich wieder täglich bei seiner Familie zu sein. Bekannt wurde die Geschichte durch ein Posting auf der Facebook-Seite „ Njemačka Bez Stresa“, in dem ein Freund des Mannes dessen Schritt schilderte: „Heute erzählt mir mein Freund in der Pause, dass er in Deutschland kündigt und bei der Rettung in Zagreb anfängt. In Deutschland sieht er Frau und Kinder einmal im Monat.“

Der finanzielle Preis dafür ist beträchtlich – rund 900 Euro weniger im Monat. Für den Mann selbst steht die Entscheidung außer Frage. Wer seine Familie nur einmal im Monat sieht, tauscht Lebenszeit gegen Lohn – ein Handel, den er nicht länger eingehen will.

Familie oder Einkommen

Die neue Stelle beim Rettungsdienst in Zagreb bringt zwar deutlich weniger Gehalt, dafür aber etwas, das sich nicht in Zahlen fassen lässt: Abende mit Frau und Kindern. Unter dem Posting meldeten sich zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer zu Wort.

Einer brachte die Stimmung vieler auf den Punkt: „Er hat recht. Das Rennen ums Geld hat uns zerstört. Ist das der Sinn des Lebens?“

Der Kommentar traf einen Nerv – denn er spricht aus, was viele Diaspora-Angehörige im Stillen durchdenken: ob das höhere Einkommen im Ausland den Preis wert ist, den das Familienleben dafür zahlt. Die Debatte, die sich daraus entwickelte, kreist um eine Frage, die keine einfache Antwort kennt.

Geteilte Meinungen

Manche Stimmen betonten, dass eine Einkommenseinbuße von 900 Euro durchaus vertretbar sei, wenn man dafür täglich nach Hause kommt. Andere hielten dagegen, dass finanzielle Stabilität nicht leichtfertig aufgegeben werden sollte – und dass jeder diese Abwägung für sich selbst treffen müsse.

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KO KOSMO-Redaktion
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