Kondome schützen – aber nur, wenn man weiß, wie man sie richtig benutzt. Dabei lauern mehr Fehler, als die meisten ahnen.
Sicherer Sex beginnt mit dem richtigen Umgang mit Verhütungsmitteln – und dabei gibt es mehr zu beachten, als viele denken. Kondome zählen nach wie vor zu den verlässlichsten Methoden, um sich vor sexuell übertragbaren Infektionen zu schützen und ungewollte Schwangerschaften zu verhindern. Doch ihre Schutzwirkung hängt entscheidend davon ab, wie sie verwendet werden. Wie das britische Portal Metro berichtet, gibt es einige grundlegende Regeln, die im Eifer des Gefechts allzu leicht vergessen werden.
Wechsel sinnvoll
Eine davon betrifft die Dauer des Geschlechtsverkehrs. Allgemeinmedizinerin Dr. Bhavini Shah empfiehlt, ein Kondom nicht länger als 30 Minuten zu verwenden – denn anhaltende Reibung schwächt das Material und erhöht das Risiko eines Risses.
„Wenn ihr eine halbe Stunde Sex hattet und noch nicht aufhören wollt, wechselt das Kondom“, so Shah.
Dasselbe gilt für eine zweite Runde: „Lasst es nicht für danach liegen – ein Kondom ist für den einmaligen Gebrauch bestimmt.“ Auch der Gedanke, auf Nummer sicher zu gehen und gleich zwei Kondome übereinander zu verwenden, ist trügerisch. Shah stellt klar: „Eines nach dem anderen, bitte. Zwei Kondome gleichzeitig sind tatsächlich riskanter“ – weil die Reibung zwischen den Schichten das Material zusätzlich belastet.
Öffnung und Aufbewahrung
Bereits beim Öffnen der Verpackung lauern Fehlerquellen. Fingernägel oder Zähne können das Kondom unbemerkt beschädigen, bevor es überhaupt zum Einsatz kommt. „Das Öffnen kann zur Herausforderung werden – aber wer dabei nicht aufpasst, riskiert, das Kondom zu durchstechen“, warnt Shah.
Darüber hinaus sollte vor der Verwendung stets das Ablaufdatum sowie das CE-Kennzeichen auf der Verpackung überprüft werden. Letzteres ist ein Qualitäts- und Sicherheitsnachweis – nicht zu verwechseln mit dem ähnlich aussehenden „China Export“-Symbol, das keine entsprechende Zertifizierung belegt.