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Evakuierung

Katastrophe verschärft sich: Erdrutsch in Sizilien bedroht weiter Tausende

Katastrophe verschärft sich: Erdrutsch in Sizilien bedroht weiter Tausende
(FOTO: EPA / ROSARIO CAUCHI)
2 Min. Lesezeit |

Sizilien im Ausnahmezustand: Ein vier Kilometer langer Erdrutsch verschlingt Teile der Stadt Niscemi. 1.500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen – viele für immer.

In der sizilianischen Kleinstadt Niscemi spitzt sich die Lage dramatisch zu. Nach starken Regenfällen wurden etwa 1.000 Personen wegen akuter Erdrutschgefahr in Sicherheit gebracht. Das Unwetter „Harry“ hat nicht nur hier, sondern auch in anderen Regionen Süditaliens schwere Schäden verursacht. In Ligurien blockiert ein massiver Erdrutsch eine zentrale Verkehrsverbindung nahe Genua. Meteorologen kündigen weitere Niederschläge an, während die Schadensbilanz bereits in die Milliarden geht.

Die Situation in Niscemi verschärft sich zusehends. Seit Tagen gibt der Boden in Teilen der 25.000-Einwohner-Stadt nach. Ein ganzer Stadtbereich steht buchstäblich vor dem Abgrund und droht abzurutschen. Die Behörden mussten bereits mehr als 1.500 Bewohner aus ihren Häusern in Sicherheit bringen.

Massive Erdrutschgefahr

Der Erdrutsch erstreckt sich mittlerweile über eine Länge von vier Kilometern und zeigt keine Anzeichen einer Stabilisierung. „Der Erdrutsch ist voll aktiv, der gesamte Hügel stürzt auf die Ebene“, warnte der Leiter des italienischen Zivilschutzes, Fabio Ciciliano, laut Medienangaben. Aufnahmen zeigen Wohngebäude, die unmittelbar am Abbruchrand stehen.

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Für viele der Evakuierten ist eine Rückkehr in ihre Wohnungen ausgeschlossen. „Wir müssen einen Plan für die Umsiedlung der Menschen erstellen, die in der Gegend der Erdrutschfront ihre Wohnungen haben. Derzeit läuft eine Erfassung der Personen, die unterstützt werden müssen“, so Ciciliano. Eine Schadensschätzung sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich.

Hilfe zugesagt

Der sizilianische Regionalpräsident Renato Schifani hat den betroffenen Familien konkrete Unterstützung zugesagt. Haushalte, die ihre Unterkunft verloren haben, sollen monatliche Hilfsgelder von bis zu 900 Euro erhalten. Um sich persönlich ein Bild von der Katastrophe zu machen, inspizierte der Staatsanwalt von Gela, Salvatore Vella, in Begleitung von Sicherheitskräften das Erdrutschgebiet.

Für viele Einwohner Niscemis ist die aktuelle Situation eine schmerzhafte Wiederholung der Ereignisse vom 12. Oktober 1997. Damals strömten die Menschen in Panik auf die Straßen, zunächst in der Annahme, es handle sich um ein Erdbeben.

Tatsächlich war es jedoch ein Erdrutsch – ein Szenario, das sich nun an denselben Orten wiederholt.

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KO KOSMO-Redaktion
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