Ein Minderjähriger aus dem Bezirk Korneuburg fiel einem Betrüger zum Opfer, der mit dem Versprechen eines gewinnbringenden Krypto-Investments die Bankdaten des Kindes ergaunerte.
Nach der Datenübergabe transferierte der Täter einen Betrag im niedrigen vierstelligen Bereich auf ein litauisches Konto. Im September vergangenen Jahres hob der Unbekannte mit den illegal beschafften Zugangsdaten in zwei Wiener Bankfilialen – in Wien-Penzing, Hütteldorfer Straße 209 und Wien-Ottakring, Thaliastraße 140 – insgesamt einen niedrigen fünfstelligen Geldbetrag ab.
Weitere Betrügereien
Der Betrüger behauptete anschließend, es seien Verluste entstanden, und setzte das Kind massiv unter Druck, ein zweites Konto zu eröffnen. Aus Verunsicherung wandte sich das Opfer an seine volljährige Schwester, die daraufhin ein Bankkonto anlegte. Bei einem persönlichen Treffen erhielt der Täter sowohl die Zugangsdaten als auch die Bankomatkarte.
In der Folge forderte der Mann weitere finanzielle Zuwendungen und drohte mit Gewaltanwendung. Mangels finanzieller Ressourcen überwies das Kind 300 Euro und übergab elektronische Geräte – darunter einen Monitor und ein Headset – an einen vom Täter beauftragten Taxifahrer.
Polizeiliche Fahndung
Die Staatsanwaltschaft Korneuburg hat nun Fotos des Verdächtigen zur Veröffentlichung freigegeben. Personen, die Hinweise zur Identität des Mannes geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Gerasdorf bei Wien unter der Telefonnummer 059133-3224 zu melden.