Kinder in Waschraum gesperrt – Ermittlungen gegen Kiwi-Kiga!

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Kinder in Waschraum gesperrt – Ermittlungen gegen Kiwi-Kiga!

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Berichten zufolge sollen sich zwei Erzieherinnen des Vereins „Kinder in Wien“ (Kiwi) pädagogisch nicht vertretbarer Maßnahmen bedient haben, weshalb nun gegen den Kindergarten ermittelt wird. Die beiden Frauen wurden entlassen.

Betroffen waren ein- bis sechsjährige Kinder aus acht Familien, die in einem vom Verein „Kinder in Wien“ (Kiwi) betreuten Betriebskindergarten in Meidling alleine in einen Waschraum geschickt wurden. Manche von ihnen sollen sogar eingesperrt worden sein. Darunter Berichten zufolge auch ein 22 Monate altes Kleinkind.

Die beiden diensthabenden Pädagoginnen seien anschließend entlassen worden. Gegen Kiwi soll zudem ein Ermittlungsverfahren in die Wege geleitet worden sein. Das pädagogische Fehlverhalten der Mitarbeiterinnen soll außerdem von Kiwi selbst der Behörde gemeldet worden sein.

Sechs Familien hätten sich zuvor bei Kiwi gemeldet. Geschäftsführer Thomas-Peter Siegl bestätigte die Vorwürfe. So hätten die Erzieherinnen „in einer emotionalen Ausnahmesituation im Einzelfall Kinder in den Waschraum geschickt“. Durch eine offene Tür hatten sie die Kinder zwar im Blick, das pädagogische Fehlverhalten sei aber unbestritten.

Nachdem man von den Eltern darauf aufmerksam gemacht wurde, folgte für beide Pädagoginnen eine Entlassung. Das restliche Personal habe man sensibilisiert.

Sowohl Personal, Eltern als auch Zeugen werden nun zu den Vorfällen befragt, bevor Anfang Mai die Ermittlungen abgeschlossen werden. Alle Erkenntnisse sollen dann in einen Maßnahmenkatalog für den Kindergartenbetreiber einfließen.

Dadurch soll frühzeitig erkannt werden, ob „eine Urzeitpädagogik angewandt wird“, um auf diese Weise das Risiko für die Kinder zu reduzieren. Personalmangel könne man nicht auf das Fehlverhalten zurückführen, da man im Kiwi sogar „über dem gesetzlichen Personalschlüssel“ arbeite.

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