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200 Millionen Euro für Kindergärten

iStock/AaronAmat
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Die Elementare Ausbildung – ein Thema für sich. Beginnend bei der Platzsuche, endet das Martyrium oft erst mit dem Eintritt in die Volksschule.

Hat man endlich einen Zusage für einen Kindergartenplatz erhalten, muss man sich die nächsten Sorgen machen. An einer Stelle gibt es zu wenig Personal, an anderer Stelle werden die Beiträge erhöht und diverse Missbrauchsfälle haben die MA 10 (Kindergärten) zuletzt erschüttert. Kleinkind zu sein ist momentan nicht leicht.

Im Mai wurde vom Bund und den Länder die Finanzierung der Kindergartenbetreuung geregelt. Fünf Jahre lang sollen jährlich 200 Millionen Euro über der Elementarpädagogik ausgeschüttet werden. 40 Prozent des Geldes sollen für Kinder ab fünf Jahren, also für das verpflichtende Kindergartenjahr veranschlagt werden. Die restlichen 60 Prozent könne man sich quasi selbst einteilen: damit können Angebote oder die Sprachförderungen ausgebaut werden.

Gebührenteuerung in Gänserndorf

Für die Nachmittagsbetreuung ihrer Kinder sollen Eltern in Gänserndorf nun 20 Prozent mehr zahlen. Das wurde nun in einer Gemeinderatssitzung mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ beschlossen. „Das Ganze passiert ja nicht aus Jux und Tollerei. Die Gemeinde leidet ja auch unter der Teuerung. Wir glauben, dass die Anpassung sozial verträglich ist.“, erklärt René Lobner, Bürgermeister von Gänserndorf.

Personalmangel in der Elementarpädagogik

Im Juni musste ein Kindergarten in Salzburg aufgrund von Personalmangel schließen. Damals fehlten 26 Stellen, die nicht nachbesetzt werden konnten. Auch in Innsbruck konnte man zuletzt nicht genug Personal finden.

Nun fehlt es in Vorarlberg an Personal. Feldkirch, Dornbirn und Bregenz suchen derzeit verzweifelt Personal, um ihr Angebot nicht einschränken zu müssen. Die Frage die sich stellt, lautet: Wo sind die Elementarpädagogen hin?

Tatsache ist, für diese enorme Nachfrage, werden nicht genügend Personen ausgebildet. Allein in der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik der Stadt Wien haben im Juni nur 78 Personen ihren Abschluss in Elementarpädagogik erreicht. Dazu kamen 51 Assistenzpädagogen. Definitiv zu wenig für eine gut funktionierende Elementausbildung in einem Land wie Österreich.