Jogi Low, der nach der Europameisterschaft 2021 seinen Posten als deutscher Bundestrainer aufgegeben hatte, liebäugelt mit einer Rückkehr auf die große Fußballbühne. Der 65-jährige Erfolgscoach hat sein Interesse an einem Engagement bei der Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika bekundet. In einem Gespräch mit Sky ließ der Weltmeistermacher von 2014 durchblicken, dass ihn das Turnier durchaus reizen würde.
„Ich habe schon immer gesagt, eine Weltmeisterschaft ist das Salz in der Suppe. Das ist das Beste, das ein Trainer oder Spieler erleben kann„, erklärte Low mit spürbarer Begeisterung. Der langjährige DFB-Coach, der mit der deutschen Nationalmannschaft zahlreiche Turniere bestritten hat, schwärmte von seinen Erfahrungen: „Ich habe viele K.o.-Spiele, Halbfinale und Finale erlebt und das ist das Beste, was es gibt. Für sowas lebt man als Spieler oder als Trainer.“

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Klare Vorstellungen
Für eine Rückkehr auf die Trainerbank hat der Schwarzwälder allerdings klare Vorstellungen. Er möchte ein Team übernehmen, das bei der WM mithalten kann. „Aber bislang hat sich nichts getan. Von daher warte ich noch ein bisschen ab“, räumte der ehemalige Bundestrainer ein.
Seit seinem Abschied vom DFB im Sommer 2021 hat Löw keine neue Trainerposition angenommen, obwohl ihm nach eigener Aussage mehrere Angebote vorlagen. „Ich hatte nicht das Gefühl, dafür zu brennen“, erklärte der 65-Jährige zu den bisherigen Offerten. Bemerkenswert ist, dass sein letztes Engagement im Vereinsfußball sogar mehr als 20 Jahre zurückliegt – von 2003 bis 2004 trainierte er Austria Wien.
Der Weltmeister-Coach von 2014 sieht sich mittlerweile klar als Spezialist für Nationalteams. „Ich bin schon lange aus dem Vereinsfußball raus“, betonte Löw und fügte hinzu: „Meine Stärke ist es, ein Team mit einer Vision über zwei Jahre lang aufzubauen.“ Sollte jedoch das richtige Angebot auf seinem Tisch landen, stünde Low bereit, seine Trainerlaufbahn fortzusetzen und bei der Endrunde 2026 wieder an der Seitenlinie zu stehen.