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Gipfeltreffen

Kniefall vor Meloni: Albaniens Premier sorgt für Diplomatie-Eklat (VIDEO)

Kniefall vor Meloni: Albaniens Premier sorgt für Diplomatie-Eklat (VIDEO)
FOTO: EPA-EFE/MALTON DIBRA
2 Min. Lesezeit |

Auf regennassem rotem Teppich kniet Albaniens Premier vor Giorgia Meloni nieder. Die italienische Regierungschefin reagiert verlegen auf die ungewöhnliche Begrüßung.

Die engen Beziehungen zwischen der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni und Albaniens Premier Edi Rama sind in politischen Kreisen kein Geheimnis. Seit Jahren pflegen die beiden Staatsoberhäupter einen ausgesprochen freundschaftlichen Umgang. Diese Kooperation manifestierte sich unter anderem in der Zustimmung Ramas zur Einrichtung italienischer Flüchtlingszentren auf albanischem Territorium für im Mittelmeer aufgegriffene Migranten. Diese Einrichtungen wurden mittlerweile in Abschiebezentren für ausreisepflichtige Personen umfunktioniert.

Bei einem Treffen im Rahmen des Gipfels der Europäischen Gemeinschaft in Tirana sorgte Rama am Freitag für einen ungewöhnlichen diplomatischen Moment. Videoaufnahmen dokumentieren, wie der albanische Premier auf dem regennassen roten Teppich mit gefalteten Händen vor Meloni niederkniete, als diese aus ihrem Fahrzeug stieg. Die italienische Ministerpräsidentin reagierte sichtlich verlegen, lächelte und wiederholte mehrfach: „Edi, Nein. Edi, Nein.“

Ungewöhnliche Begrüßungsgeste

Mit einem Scherz über den Größenunterschied kommentierte Meloni die Situation: „Das macht er nur, um auf meine Augenhöhe zu kommen“ – eine Anspielung auf die imposante Zwei-Meter-Statur des 60-jährigen Albaners. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten Ramas weiße Turnschuhe, die mit dem gelb-blauen Sternenlogo der Europäischen Politischen Gemeinschaft versehen waren. Die Aufnahmen des knienden Regierungschefs verbreiteten sich rasch in den sozialen Medien, nicht nur in Italien.

Besondere Herzlichkeit

Obwohl auch andere hochrangige Teilnehmer des Gipfels freundlich empfangen wurden, erreichte keine Begrüßung die Herzlichkeit und Informalität, die Rama gegenüber Meloni demonstrierte. Die entsprechenden Aufnahmen aller Begrüßungsszenen sind online verfügbar.

Die Bilder der ungewöhnlichen diplomatischen Geste fanden anschließend im Internet weite Verbreitung. In italienischen Medien löste Ramas Verhalten kontroverse Diskussionen aus: Während rechte Kommentatoren die Geste als „Anerkennung italienischer Führungsrolle“ interpretierten, kritisierten Oppositionspolitiker sie als „unwürdige Unterwürfigkeitsgeste“.

Umstrittenes Migrationsprojekt

Die von Rama und Meloni vorangetriebene Zusammenarbeit in der Migrationspolitik hat seit ihrer Umsetzung im Mai 2024 zur Unterbringung von etwa 600 Migranten in den albanischen Einrichtungen geführt. Das von Meloni initiierte Projekt ist für bis zu 3.000 Personen ausgelegt und verursacht für Italien Kosten von rund 850 Millionen Euro. Während Menschenrechtsorganisationen das Vorhaben scharf kritisieren, wird es in rechten politischen Kreisen beider Länder als Modell für eine innovative Migrationspolitik gepriesen.

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KO KOSMO-Redaktion
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