Home Gesundheit
ABWASSERMONITORING

Krankmeldungen haben sich seit Jahreswechsel verdoppelt

FOTO: iStock/Tero Vesalainen
FOTO: iStock/Tero Vesalainen

Zu Jahresbeginn stiegen in Oberösterreich die Krankmeldungen aufgrund von Atemwegserkrankungen, insbesondere Grippe. Das Abwassermonitoring wird nun vermehrt als Indikator für das Covid-19-Infektionsgeschehen genutzt.

Zu Beginn dieses Jahres verzeichnete die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) in Oberösterreich 5.227 krankgemeldete Personen. Aufgrund von Atemwegserkrankungen wie grippalen Infekten, Influenza oder Covid-19.

Nur eine Woche später, nach den Weihnachtsferien, sprang diese Zahl auf beeindruckende 11.141 – mehr als das Doppelte. Insgesamt sind derzeit etwa 39.500 Menschen in Oberösterreich arbeitsunfähig gemeldet. Eine Statistik, die sowohl Arbeitnehmer als auch Bezieher von Arbeitslosengeld umfasst. Pensionisten sind in diesen Zahlen jedoch nicht enthalten.

Grippewelle betrifft ganz Österreich

Grippale Infekte machen mehr als ein Viertel der Krankenstände aus, ein Trend, der in ganz Österreich zu beobachten ist. In der zweiten Kalenderwoche wurden landesweit 240.208 Fälle von Arbeitsunfähigkeit registriert, wobei 68.798 dieser Fälle durch grippale Infekte verursacht wurden. Trotz der hohen Zahlen liegen die aktuellen Werte unter denjenigen des Vergleichszeitraums von 2024, als österreichweit 285.860 Krankmeldungen verzeichnet wurden, davon allein 51.233 in Oberösterreich.

Abwassermonitoring als Indikator

Da Covid-19 nicht mehr meldepflichtig ist und die Anzahl der Tests abgenommen hat, wird das Abwassermonitoring zunehmend als zuverlässiger Indikator für das Infektionsgeschehen angesehen. Letzten Winter wurden im Abwasser deutlich höhere Konzentrationen von Viren festgestellt, was auf eine intensivere Infektionslage hindeutet. Spitzenreiter in den Krankenstatistiken bleiben die grippalen Infekte, deren Häufung nun aufmerksame Beobachtung erfordert, insbesondere in Hinblick auf das schwindende Meldeverhalten bei Covid-19.