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Friedhofsdiebstahl

Wien-Schock: Babygrab bestohlen, Kranz vom frischen Grab gestohlen

Wien-Schock: Babygrab bestohlen, Kranz vom frischen Grab gestohlen
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein gestohlener Herzkranz, ein frisches Kindergrab – was auf dem Friedhof Kagran geschah, trifft eine Familie im tiefsten Schmerz.

Auf dem Friedhof Kagran in Wien-Donaustadt wurde der Herzkranz vom Grab eines Sternenkinds gestohlen – ein Vorfall, der die betroffene Familie in ihrer ohnehin schweren Trauer zusätzlich erschüttert. Der Kranz galt als persönliches Erinnerungsstück an Lara Sophie, die Tochter von Amelie, die erst wenige Tage zuvor auf dem Friedhof beigesetzt worden war. Der materielle Wert des gestohlenen Kranzes belief sich auf 160 Euro.

Als Amelie gemeinsam mit ihrem Vater das frische Grab besuchte, bemerkten die beiden das Fehlen des Kranzes – und konnten es zunächst kaum fassen. „Wir haben auch nicht geglaubt, dass man einem toten Baby etwas stiehlt. Es ist einfach ungeheuerlich“, sagte Amelies Vater. Besonders schmerzhaft: Die Schleife des Kranzes hätte Amelie als bleibendes Andenken an ihr erstes Kind aufbewahren wollen.

Reaktion der Friedhöfe

Die Friedhöfe Wien, die für den Betrieb des Kagraner Friedhofs zuständig sind, erklärten auf Anfrage, dass es derzeit keine Anhaltspunkte für organisierte Diebstähle oder das Vorgehen krimineller Gruppen gebe. Eine Sprecherin des Unternehmens äußerte sich wie folgt: „Wir bedauern die geschilderten Vorkommnisse und können nachvollziehen, dass ein derartiger Vorfall (…) für die betroffene Familie sehr belastend ist.“ Betroffene Personen werden angehalten, entsprechende Vorfälle bei der Polizei zur Anzeige zu bringen. Im Vergleich zur Vergangenheit wurden nur vereinzelt ähnliche Fälle gemeldet.

Ermittlungen der Polizei

Zwar kursieren Gerüchte über Jugendbanden, die im Umfeld von Friedhöfen aktiv sein sollen, doch konkrete Belege für eine Beteiligung an diesem Diebstahl liegen nicht vor.

Die Polizei betonte, dass derartige Vorfälle ernst genommen werden – wenngleich im betreffenden Zeitraum nur wenige Anzeigen eingegangen sind.

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KO KOSMO-Redaktion
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