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Unfallexplosion

10.200 Spitalsfälle, sechs Tote: Österreichs E-Scooter-Problem

10.200 Spitalsfälle, sechs Tote: Österreichs E-Scooter-Problem
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

E-Scooter rollen durch jede Stadt – doch hinter den Zahlen der Unfallstatistik steckt eine dramatische Entwicklung.

Die Zahl der Krankenhauseinweisungen infolge von E-Scooter-Unfällen hat sich seit 2019 nahezu verneunfacht: Waren es damals noch rund 1.200 Fälle, verzeichneten Österreichs Spitäler im Jahr 2025 bereits etwa 10.200 Behandlungen. Auch die Zahl der Todesopfer gibt Anlass zur Sorge – im vergangenen Jahr verloren sechs Menschen ihr Leben bei solchen Unfällen, im laufenden Jahr sind es bereits mindestens fünf.

Massive Sicherheitslücken

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) hat im Zuge seiner Erhebungen erhebliche Defizite festgestellt. Demnach sind 83 Prozent der E-Scooter-Fahrenden ohne Helm unterwegs – bei Leihgeräten liegt dieser Anteil sogar bei 96 Prozent.

Besonders auffällig ist die Situation bei Jugendlichen unter 16 Jahren, für die eine Helmpflicht gilt und die dennoch häufig ohne Schutzausrüstung fahren. Hinzu kommt ein gravierendes Wissensproblem: 76 Prozent der Befragten sind sich der geltenden Helmpflicht nicht bewusst, und 56 Prozent kennen das gesetzlich vorgeschriebene Alkohollimit von 0,5 Promille nicht.

Forderungen des KFV

Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit beim KFV, spricht sich für eine Absenkung der zulässigen Bauartgeschwindigkeit von derzeit 25 auf künftig 20 km/h aus. Darüber hinaus plädiert er für eine verstärkte Aufklärung der Nutzerinnen und Nutzer sowie für eine verpflichtende Ausstattung der Geräte mit zwei voneinander unabhängigen Bremssystemen.

Als weiteren Baustein zur Verbesserung der Sicherheitslage nennt Robatsch den gezielten Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur.

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KO KOSMO-Redaktion
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