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Infrastrukturförderung

Kroatien investiert Millionen in Bosnien: 10 Mio. KM für neue Mega-Brücke!

Kroatien investiert Millionen in Bosnien: 10 Mio. KM für neue Mega-Brücke!
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Kroatien investiert fünf Millionen Euro in ein architektonisches Meisterwerk: Die erste Extradosed-Brücke Bosniens soll Čapljina nicht nur verkehrstechnisch, sondern auch städtebaulich transformieren.

Die kroatische Regierung stellt fünf Millionen Euro für eine neue Brücke über die Neretva in Čapljina bereit. Das Bauwerk soll nicht nur den Verkehrsfluss verbessern, sondern auch als architektonisches Wahrzeichen der Stadt dienen. Besonders bemerkenswert: Es handelt sich um die erste Extradosed-Brücke (Brückentyp zwischen Balken- und Hängebrücke) in Bosnien und Herzegowina – eine Konstruktionsweise, die aufgrund der begrenzten Höhe der Spannkonstruktion und des seismisch aktiven Standorts als optimale Lösung gewählt wurde.

Das Ingenieurbüro INFRA aus Sarajevo hat die Hauptplanung bereits abgeschlossen. Die neue Brücke wird an jener Stelle errichtet, wo die Hauptstraße M17 derzeit über eine veraltete und verkehrstechnisch unzureichende Konstruktion mit dem Stadtzentrum von Čapljina verbunden ist. Das Projekt verfolgt einen doppelten Zweck: Neben der deutlichen Verbesserung der Verkehrssituation soll ein neuer urbaner Raum entlang der Neretva entstehen.

Die ästhetische Gestaltung öffnet die Stadt zum Fluss hin, erleichtert den Zugang zu den Uferbereichen und bringt die Bewohner näher an die Flussinsel, die künftig zu einer attraktiven Zone für Erholung, Tourismus und weitere Aktivitäten entwickelt werden könnte.

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Finanzielle Details

Laut dem Beschluss der kroatischen Regierung fließen vier Millionen Euro direkt in den Brückenbau, während eine Million Euro für die Errichtung von Zufahrts- und Anschlussstraßen vorgesehen ist. Die Entscheidung fiel in der vergangenen Woche in einer Sitzung der kroatischen Regierung. Gleichzeitig bewilligte die Regierung weitere 1,75 Millionen Euro für die Fortführung der Fluglinie zwischen Zagreb und Mostar sowie für Infrastrukturverbesserungen am Flughafen Mostar.

Die kroatische Regierung setzt auch ihre Unterstützung für die regelmäßige internationale Flugverbindung zwischen Zagreb und Mostar fort. Von den bereitgestellten 1,75 Millionen Euro sind 950.000 Euro für die Subventionierung der Flüge eingeplant. Die restlichen 800.000 Euro werden in die Infrastruktur und Ausrüstung des Flughafens Mostar investiert – darunter erstmals auch Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit im zivilen Luftverkehr.

Regionale Bedeutung

Im Rahmen dieses Förderprogramms wurden 2024 insgesamt 147 Flüge mit 10.873 Passagieren durchgeführt, verglichen mit 141 Flügen und 11.042 Passagieren im Vorjahr. Für die Verbindungen zwischen Zagreb und Mostar im Jahr 2026 sowie für die Strecke Belgrad-Mostar wurde Croatia Airlines nach einer öffentlichen Ausschreibung als wirtschaftlichster Anbieter ausgewählt.

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Der kroatische Verkehrsminister Oleg Butković betonte, dass Kroatien mit dieser Politik die Interessen seiner im Ausland lebenden Staatsbürger schützt. Zudem stärke man die Verkehrsanbindung der kroatischen Bevölkerung in anderen Ländern und verbessere die Verbindungen zu wichtigen Verkehrsknotenpunkten der Europäischen Union.

Die neue Brücke und die fortgesetzte Investition in die Luftverkehrsanbindung von Mostar haben weitreichende wirtschaftliche und entwicklungspolitische Bedeutung. Sie fördern die regionale Vernetzung, unterstützen die Entwicklung von Tourismus und Wirtschaft und stärken die Infrastruktur im Süden Bosnien und Herzegowinas.

Für Čapljina wird die neue Brücke weit mehr als ein reines Verkehrsbauwerk sein – sie symbolisiert die Modernisierung der Stadt und ihre Neuorientierung zum Fluss Neretva hin.

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KO KOSMO-Redaktion
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