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Kroatiens Strandbetreiber verbieten Mitnahme von eigenen Liegen & Getränken

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Symbolbild (FOTO: iStock)

Das Foto einer Tafel am beliebten Strand in Makarska in Kroatien löst eine Welle an Empörung in den sozialen Netzwerken. Dürfen Strandbetreiber den Gästen verbieten, eigene Liegen, Sonnenschirme oder Getränke an den Strand zu bringen?, fragen sich die User.

Ein Foto sorgt derzeit für rege Diskussionen und Entrüstung in den sozialen Netzen. Es zeigt eine Tafel mit einer langen Liste von Dingen, die an dem beliebten Strand in Makarska verboten sein sollen, u.a. sollen die Strandbesucher keine Lebensmittel und Getränke konsumieren und keine eigenen Liegen mitbringen dürfen. Wie ist so etwas überhaupt möglich?, fragte ein User auf Reddit.

Es folgte eine Flut an entrüsteten Kommentaren, was kaum überraschen dürfte, wenn man bedenkt, welche Erfahrungen die Bürger mit der Verwaltung der Küste und der Naturressourcen bereits gemacht haben. Das beste Beispiel dafür sind die riesigen Bauten in der bis dahin naturbelassenen Bucht Vruja. Dabei ist die Küste ein öffentliches Gut, welches allen Bürgern gehört und nicht veräußert werden kann.

Das Foto der „Willkommenstafel“ wurde gemeinsam mit einer Anfrage an die Geschäftsführung des Strandbetreibers “Imperial Riviera” sowie an die PR-Abteilung des Hotels Valamar geschickt, deren Antwort noch ausständig ist.

Die Reaktion der regionalen Tourismusverwaltung ließ jedoch nicht lange auf sich warten.

Die Obfrau Matea Dorcic stellte eindeutig klar: Bestimmungen, mit welchen die Mitnahme von Lebensmitteln und Getränken am Strand verboten wird, sind weder gemäß der erteilten Konzession, noch laut dem geltenden Recht der Republik Kroatien zulässig. Die betreffende Tafel sei vom vorherigen Strandbetreiber aufgestellt worden, und der aktuelle Konzessionsinhaber wurde aufgefordert, diese umgehend zu entfernen.

Die Tourismusverwaltung der Region Split-Dalmatien steht allen Gästen über das Webportal ‘Pomorsko je dobro’ zur Verfügung. Hier können die Bürger sorglosen Umgang und potenzielle Umweltzerstörung an der Küste, genauso wie Verstöße seitens der Strand- und Hotelbetreiber, der Verwaltung anzeigen.