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Lidl baut Filialen radikal um: Was sich für Kunden nun ändert

Lidl baut Filialen radikal um: Was sich für Kunden nun ändert
(Foto: iStock/PaulMaguire)
2 Min. Lesezeit |

Lidl Österreich, ein Teil der global agierenden Supermarktkette mit über 12.000 Filialen in 31 Ländern, plant eine erhebliche Expansion auf dem österreichischen Markt. Unter der Leitung von Alessandro Wolf, dem Chef von Lidl Österreich, sollen jährlich zwischen drei bis fünf neue Filialen eröffnet werden, mit einem angestrebten Ziel von 290 bis 300 Standorten landesweit. Diese Entwicklung könnte vor allem für die Bevölkerung in Wien und Innsbruck von besonderem Interesse sein, da dort der Schwerpunkt der Expansionspläne liegt.

Trotz der starken Konkurrenz von Unternehmen wie Spar, Rewe und Hofer hat Lidl es geschafft, seinen Marktanteil in Österreich seit 2020 von 4,8 auf 6 Prozent zu steigern. Dieser Erfolg basiert nicht zuletzt auf einer aggressiven Preispolitik, insbesondere im Bereich veganer Lebensmittel, wo Lidl eine Mehrwertsteuersenkung initiierte, die auch von Wettbewerbern übernommen wurde. Die Resultate sprechen für sich: Nach der Einführung einer Preisparität bei veganen Produkten verzeichnete Lidl einen Absatzanstieg von über 50 Prozent.

Strategische Entscheidungen

In Bezug auf Marktstrategien zeigt sich Lidl durchaus eigenständig. So betont Wolf, dass Lidl in Österreich keine Verlängerung der Öffnungszeiten für notwendig erachtet und derzeit auch keinen Online-Shop im Land betreibt – eine Kontrastposition im Vergleich zum deutschen Markt, wo Lidl online zu den führenden Anbietern zählt. Stattdessen wird zunächst der Marktplatz „Kaufland.at“ der Schwesterfirma Kaufland ab dem Spätsommer Millionen von Non-Food-Artikeln anbieten.

Eine signifikante Neuerung wird die Einführung von Selbstbedienungskassen in ausgewählten Filialen sein, mit einem Pilotprojekt, das im dritten Quartal startet. Diese Initiative reiht sich ein in die Bemühungen, den Einkaufsprozess für Kunden effizienter und bequemer zu gestalten.

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Preisdifferenz zu Deutschland

Auf die Frage, warum das Einkaufen bei Lidl in Österreich im Vergleich zu Deutschland teurer ist, erklärt Wolf dies mit mehreren Faktoren: einem fast doppelt so hohen Aktionsanteil in Österreich, höheren Lohnkosten, kostspieligerer Logistik aufgrund der Topografie sowie einer dichteren Filialverteilung pro Kopf der Bevölkerung. Trotz der unterschiedlichen Kostenstrukturen versichert Wolf, dass die Gewinnmargen in beiden Ländern vergleichbar sind.

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KO KOSMO-Redaktion
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