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Sicherheitsoffensive

Mariahilf: Neue Bezirkschefin will Drogenpark zusperren

Mariahilf: Neue Bezirkschefin will Drogenpark zusperren
FOTO: Screenshot GoogleMaps
2 Min. Lesezeit |

Eine neue Bezirksvorsteherin, ein belasteter Park und ein klarer Plan – in Wien-Mariahilf soll sich bald einiges verändern.

Kaum im Amt, setzt Julia Lessacher (SPÖ) als neue Bezirksvorsteherin von Wien-Mariahilf ein deutliches Zeichen. Im Mittelpunkt steht ein Problem, das Anrainerinnen und Anrainer seit Jahren belastet: die Drogenszene rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße, deren Schwerpunkt sich vor allem im Fritz-Imhoff-Park konzentriert.

Erste Schritte wurden bereits eingeleitet – eine Pergola wurde entfernt, Sitzgelegenheiten abgebaut. „Wir werden diesen Bereich umnutzen zu Bewegungsraum, mehr Bewegungsraum für Kinder“, erklärte Lessacher in der Gesprächsreihe „Bei uns“ in der ORF-Sendung „Wien heute“. Ziel sei es, dass der Lärm für die angrenzenden Häuser verringert werde und sich das Sicherheitsgefühl erhöhe.

Parkschließung geplant

Darüber hinaus plant die Bezirksvorsteherin eine Maßnahme mit deutlich weitreichenderen Konsequenzen: Der Park soll künftig in der Nacht geschlossen werden – was allerdings eine Einzäunung voraussetzt. „Das heißt, dass er wie andere Parks auch im Bezirk einfach um 22.00 Uhr und im Sommer um 23.00 Uhr geschlossen wird durch den Sperrdienst, damit wir nicht in der Nacht diese Ruhestörungen den Anrainerinnen zumuten müssen.“ Die Finanzierung werde derzeit geprüft.

Die Einzäunung und nächtliche Absperrung soll rund 60.000 Euro kosten. Das Budget wurde eigens umgeschichtet, um die Maßnahme noch im laufenden Jahr umsetzen zu können.

Lessacher gibt sich optimistisch, die Umsetzung noch im Frühjahr zu erreichen – spätestens jedoch im Verlauf des laufenden Jahres. Anders stellt sich die Lage bei der geplanten Neugestaltung der Gumpendorfer Straße dar. Fehlende Mittel seitens der Stadt haben das Vorhaben vorerst zum Stillstand gebracht.

Lessacher wählte für die Situation ein anschauliches Bild: „Es ist ganz einfach. Wir hätten eine wunderschöne große Torte backen wollen. Wir haben jetzt nur die Zutaten, um Kekse zu machen für den Moment. Und die werden uns aber auch schmecken bis dahin.“

Kleingartenaffäre

Abseits der kommunalpolitischen Agenda war Lessachers Name 2024 auch im Zusammenhang mit der Kleingartenaffäre aufgetaucht, wenngleich keine Ermittlungen gegen sie eingeleitet wurden. Für die damalige Aufregung zeigt sie wenig Verständnis: „Ich würde nichts anders machen, weil ich habe eigentlich einfach nur ein Grundstück gekauft.“

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KO KOSMO-Redaktion
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