Kein Taschenrechner, kein Hilfsmittel – nur ein Kopf, der schneller rechnet als viele es für möglich halten.
Andrej Zivanovic ist kein gewöhnlicher Jugendlicher. Der junge Serbe hat sich in der internationalen Mathematikszene einen Namen gemacht – nicht durch Schulbücher allein, sondern durch eine bemerkenswerte Fähigkeit, Zahlen mit einer Geschwindigkeit und Präzision zu verarbeiten, die selbst Erwachsene staunen lässt. Seinen ersten großen Auftritt auf der Weltbühne hatte er 2023 in Bielefeld, wo er die Junior Mental Calculation World Championship für sich entschied.
Damals war Andrej elf Jahre alt und holte in seiner Altersklasse die Goldmedaille gegen Konkurrenten aus aller Welt. Mit 2.291 Punkten setzte er sich an die Spitze seiner Kategorie. In Serbien wurde er rasch zur Symbolfigur für das, was Talent und Ausdauer gemeinsam bewirken können.
Erneuter Triumph
Zwei Jahre darauf, 2025, trat er erneut in Bielefeld in der nächsthöheren Altersklasse der Zwölf- bis Vierzehnjährigen an und siegte abermals. Mit 2.576 Punkten gewann er den Bewerb in seiner Altersgruppe. Was bei diesen Wettbewerben verlangt wird, geht weit über simples Addieren und Subtrahieren hinaus.
Die Teilnehmer stehen vor anspruchsvollen mathematischen Aufgaben, die sie ausschließlich im Kopf – also ohne Taschenrechner oder sonstige Hilfsmittel – lösen müssen.
Andrej zählt zu jenen wenigen jungen Menschen, die in diesem Feld regelmäßig zur Weltspitze gehören.