„MeTwo“-Debatte: Jetzt erzählen Migranten vom Alltagsrassismus

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„MeTwo“-Debatte: Jetzt erzählen Migranten vom Alltagsrassismus

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Ali Can rief den Hastag #metwo ins Leben. (Foto: screenshot)

Unter dem Hashtag #MeTwo berichten Twitter-Nutzer ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus. Die Debatte schwappt auch auf Facebook über. Es ist eine Reaktion auf den Fall des deutsch-türkischen Fußballers Mesut Özil.

Der Fall des Star-Fußballers Mesut Özil hat weite Kreise gezogen. Bei nahezu jedes Deutsche Medium hat über Özils Entschluss berichtet. Auch die New York Times griff die Thematik auf. Aus dieser Debatte entwickelte sich eine völlig neue Richtung.

Unter dem Hashtag #MeTwo teilen Tausende Twitter User ihre Erfahrungen mit Rassismus im Alltag mit. In wenigen Tagen nahm die Aktion, von Ali Can ins Leben gerufen, mächtig Fahrt auf.

„Wir brauchen sozusagen eine ‘MeToo’-Debatte für Menschen mit Migrationshintergrund“, erklärt der Ali Can (24) in einem Video, das auf Twitter veröffentlicht wurde, seine Idee hinter #MeTwo. Es sei eine Initiative „gegen Diskriminierung von Minderheiten, aus dem sich eine konstruktive Wertedebatte entwickeln soll“, so Can gegenüber dem „Spiegel“.

Die Aktion wurde auch von Migranten in Österreich angenommen. Menschen teilten ihre Erfahrungen während der Schulzeit oder im Berufsleben.