Eine Fahrzeugkontrolle in Houston endet tödlich – und rückt die US-Einwanderungsbehörde ICE erneut in den Fokus.
In Texas ist eine Fahrzeugkontrolle tödlich eskaliert: Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE erschossen einen mexikanischen Staatsbürger in Houston. Laut dem US-Heimatschutzministerium hatte Lorenzo Salgado „versucht, sich der Festnahme zu entziehen“, indem er ein Fahrzeug der Behörde rammte und sein eigenes Auto als Waffe einsetzte. Ein ICE-Beamter habe daraufhin von seiner Dienstwaffe Gebrauch gemacht – aus Notwehr, wie es offiziell heißt. Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums wurde eine interne Untersuchung eingeleitet und das FBI übernahm Ermittlungen wegen eines möglichen Angriffs auf einen Bundesbeamten.
Familiäre Reaktion
Salgado erlag seinen Schussverletzungen im Krankenhaus. Der Mann hatte nach Angaben seiner Familie seit knapp 35 Jahren in den Vereinigten Staaten gelebt und war zum Zeitpunkt des Vorfalls auf dem Weg zu einer Baustelle. Sein Sohn Ronaldo wandte sich öffentlich zu Wort und beschrieb seinen Vater als „hart arbeitenden mexikanischen Vater“. „Mein Vater hat das nicht verdient“, schrieb er.
Erster Fall seit Jänner
Es ist der erste tödliche Schusswaffeneinsatz durch ICE-Mitarbeiter seit Jänner, als in Minneapolis zwei US-Bürger – Renee Good und Alex Pretti – bei voneinander unabhängigen Vorfällen ums Leben kamen. Jene Ereignisse hatten landesweit Proteste ausgelöst, die sich gegen die restriktive Einwanderungspolitik von Präsident Donald Trump sowie gegen die Methoden der Behörde richteten.