Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Einschnitt

Mikropenis-Mann bekommt grünes Licht für OP

Mikropenis-Mann bekommt grünes Licht für OP
Foto: Screenshot Instagram whutzhizphace
2 Min. Lesezeit |

Ein Mann, eine Diagnose, ein Eingriff – und eine Community, die ihn dabei unterstützt. Sein Weg beginnt am 17. August.

Der Amerikaner Michael Phillips steht nach eigenen Angaben vor einem bedeutenden Einschnitt in seinem Leben: Der Mann, der für sich in Anspruch nimmt, den kleinsten Penis der Welt zu besitzen, hat einen Termin für eine Penisvergrößerung vereinbart. Bei Phillips wurde medizinisch ein Mikropenis diagnostiziert. Bei Erwachsenen wird ein Mikropenis medizinisch in mehreren deutschsprachigen Fachquellen als erigierte Penislänge von weniger als 7 Zentimetern beschrieben. Den erigierten Penis beschrieb er im Vergleich mit dem Nagel seines kleinen Fingers – also deutlich unter einem Zentimeter.

Diese Gegebenheit habe ihm nach eigenen Worten selbst alltägliche Dinge wie den Toilettengang erheblich erschwert, weshalb er zeitweise sogar auf Windeln angewiesen gewesen sei. Auch ein Sexualleben war unter diesen Umständen kaum möglich: „Die größte Herausforderung war eine sexuelle Beziehung zu führen und trotzdem noch Jungfrau zu sein, sowie offen darüber sprechen zu können.“ Er sei nicht „in der Lage gewesen, ihn reinzubekommen“, und habe schließlich das Interesse am Sex insgesamt „verloren“.

Filler statt OP

Ursprünglich hatte Phillips eine operative Lösung in Betracht gezogen. Angesichts möglicher Risiken entschied er sich jedoch gegen einen chirurgischen Eingriff und stattdessen für eine Behandlung mit Fillern. Ein Arzt aus Beverly Hills soll ihm zuvor sogar eine kostenlose Behandlung angeboten haben – Phillips zieht es aber vor, den Eingriff in der Nähe seines Wohnorts durchführen zu lassen.

Am 17. August soll er in Charlotte, North Carolina, behandelt werden. Wie Phillips laut TMZ mitteilte, soll dabei ein semipermanenter Dermal-Filler (Gewebefüllstoff) injiziert werden. Das erklärte Ziel ist dabei nicht die medizinische Behandlung seiner Diagnose, sondern in erster Linie eine Zunahme an Umfang.

Kampagne & Kosten

Die Kosten für den Eingriff belaufen sich auf knapp 4.000 Dollar, die über eine GoFundMe-Kampagne aufgebracht wurden, die inzwischen mehr als 13.000 Dollar eingebracht haben soll. Über die Verwendung des verbleibenden Betrags hat Phillips nach eigenen Angaben noch keine abschließende Entscheidung getroffen.

Ein Teil der Summe soll für Termingebühren, Nachsorgetermine und etwaige Medikamente reserviert werden.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen