Miodrag Stole Trifunović – Der „serbische Jack the Ripper“

SERIENMÖRDER

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Miodrag Stole Trifunović – Der „serbische Jack the Ripper“

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Fast so gut wie jeder kennt die Namen der „großen“ Serienkiller, wie Jack the Ripper, Charles Manson, Harold Shipmann, usw. Viel weniger wissen die meisten jedoch von Miodrag Stole Trifunović, der als „serbischer Jack the Ripper“ bekannt war…

Laut FBI-Definition versteht man unter einem Serienmörder eine Person, welche drei oder mehr Morde verübt, wobei die Taten sowohl örtlich als auch zeitlich klar voneinander abgegrenzt sind – im Gegensatz zu Massenmördern, zum Beispiel Amokläufern, welche an einem Ort mehreren Menschen das Leben nehmen. Dies schließt allerdings nicht aus, dass ein Serienmörder während einer Tat mehrere Opfer tötet.

Miodrag Stole Trifunović, der „serbische Jack the Ripper“

Trifunović, gebürtig aus der südserbischen Stadt Niš, zählt zu den gefürchtetsten und intelligentesten Serienkillern Jugoslawiens. Er soll mindestens 14 Menschen umgebracht haben. Einige Quellen sagen dem „serbischen Jack the Ripper“ sogar 60 Morde nach.

Der Serbe stammt aus einem mehr als problematischen Elternhaus. Sein Vater war schwerer Alkoholiker und brachte regelmäßig Prostituierte nach Hause, mit welchen er Sex hatte, während Trifunovićs Mutter zusehen und sogar Lieder singen musste.

Eine Postkarte auf welcher Belgrad im Jahr 1948 zu sehen ist. Jene Periode, in welcher Stole seine Mordserie begang. (FOTO: zVg.)

Hass gegen „leichte Frauen“
Dies ließ den Hass gegen Prostituierten in den damals noch kleinem Jungen so heftig ansteigen, sodass er schon früh davon träumte, Lustdamen zu quälen und zu ermorden.

Bereits in jungen Jahren verübte Trifunović zahlreiche Sexualstraftaten. So vergewaltigte er im Alter von 15 Jahren ein 12-jähriges Mädchen. Später war er in Belgrad und über dessen Grenzen hinaus berühmt-berüchtigt.

Doppelleben
Der serbische Jack the Ripper war mit großer Sicherheit eine Person mit zumindest zwei Gesichtern. Für seine zweite Identität stahl er sich eine Perücke, einen falschen Bart, sowie Gewand vom bekannten Schauspieler Milivoje Mavid Popović. Während er untertags ein ruhiger und liebender Ehemann war, der auf einer Baustelle arbeitete, so ging er Nachts dem Töten nach.

Er lauerte Pärchen in Parks auf, schlug die Männer mit metallischen Gegenständen bewusstlos und vergewaltigte die Frauen. Seinen ersten Mord verübte Trifunović 1948 als er sein Opfer zuerst vergewaltigte und dann strangulierte. Stole ermordete unter anderem auch die Schwester seiner Frau, nachdem er sich an ihr verging. Diese Art des Tötens wurde auch seine typische Vorgehensweise, für welche er in ganz Jugoslawien gefürchtet wurde.

Als besessener Jack the Ripper- und Honoré de Balzac-Fan schrieb er sogar Gedichte, welche er seinen Opfern vorlas, bevor er sie schließlich ermordete. Eine Überlebende schilderte dies später der Polizei und erzählte auch, dass sich Trifunović darüber beschwerte, dass die Menschen heute kein Ohr für Poesie und Prosa mehr hätten.

Die gute Verkleidung und das Täuschungsspiel machte es der Polizei schwer, den Serienmörder zu fassen. Eines Tages beging er jedoch einen Fehler, welcher ihm zum Verhängnis wurde.

Stole war regelrecht vom berühmten britischen Serienkiller Jack the Ripper bessesen. (FOTO: zVg.)

Fingerabdrücke überführen Stole
Bei all seinen Morden war Trifunović mehr als vorsichtig und hinterließ keine Spuren, die ihn mit den Opfern nur irgendwie in Verbindung bringen lassen würden. Nachdem er einen Brand im Café eines Bekannten gelegt hatte und begann auch Männer (ehemalige Partner, mit welchen er zahlreiche Diebstähle und Raube beging) umzubringen, kam ihm die Polizei schließlich auf die Schliche.

Auf dem Gaskanister, mit welchem das Feuer im „Zlatno burence“ entfacht wurde, konnten die Fingerabrücke des serbischen Jack the Rippers festgestellt werden. Erstmal festgenommen konnte er später auch mit den Morden in Verbindung gebracht werden.

Tatsächliche Opferzahl unklar
Damals wurden alleine in Belgrad 14 Morde begangen, welche Trifunović angelastet wurden. Wie viele Menschen er jedoch wirklich umgebracht hat, werden wir wohl nie herausfinden, da gemunkelt wird, dass er auch rund um Niš, Toponica gemordet haben soll.
Stole selbst gab an, rund 60 Personen getötet zu haben. Den Beamten erzählte er stolz von seiner großen Anzahl an Morden.

Allerdings existierten nur für die 14 Morde in Belgrad aussagekräftige Beweise, da die Archive vieler serbischer Städte in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts zerstört wurden und somit jegliche Verbindung zum serbischen Jack the Ripper vernichtet wurde.

Miodrag Stole Trifunović richtete sich noch während der Untersuchungshaft selbst. Er löste zwei Eisenstäbe aus seinem Bett. Eine davon stieß er sich in den Mund und die zweite ins Herz.

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