Mit einer Magnitude von 7,8 erschüttert ein schweres Erdbeben die russische Halbinsel Kamtschatka – bereits die vierte heftige Erschütterung in nur zwei Monaten.
Ein schweres Erdbeben mit einer Magnitude von 7,8 hat die Ostküste der russischen Halbinsel Kamtschatka erschüttert. Das Beben ereignete sich am 18. September um 6.58 Uhr in einer Tiefe von 19,5 Kilometern, etwa 127 Kilometer östlich der Stadt Petropawlowsk-Kamtschatsi, wie die US-Erdbebenwarte (USGS) bekannt gab. Nach dem Hauptbeben folgte eine Reihe von Nachbeben, deren Stärke bis zu 5,8 erreichte.
Das Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) hatte zunächst eine Tsunami-Warnung für die russische Küste ausgegeben, diese jedoch nach kurzer Zeit wieder aufgehoben. Für Hawaii oder andere Pazifikregionen bestand laut PTWC zu keiner Zeit eine Gefahr. Über mögliche Schäden in der Region lagen auch Stunden nach dem Beben keine Berichte vor.
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Nachbeben eines Jahrhundert-Ereignisses
Das aktuelle Erdbeben wird von der USGS als Nachbeben des außergewöhnlich starken 8,8-Erdbebens vom 29. Juli 2025 klassifiziert. Dieses gilt als das weltweit stärkste seit dem verheerenden Tōhoku-Erdstoß in Japan im März 2011, der die Reaktorkatastrophe von Fukushima zur Folge hatte.
Die entlegene Halbinsel Kamtschatka wurde bereits in den vergangenen zwei Monaten von mehreren heftigen Erdstößen heimgesucht. Das Juli-Beben ereignete sich in einer Tiefe von etwa 35 Kilometern und führte sowohl in Kamtschatka als auch in Japan zu Evakuierungen und Tsunamiwarnungen. Die Tsunamiwellen erreichten lokal bis zu 19 Meter Höhe, fielen aber insgesamt schwächer aus als zunächst befürchtet.
Kamtschatka liegt im sogenannten Pazifischen Feuerring, einer Zone mit besonders hoher seismischer und vulkanischer Aktivität. Die Region ist eine der erdbebenreichsten der Welt, da sich hier mehrere Erdplatten treffen und gegeneinander verschieben.