Eine neue Autobahnverbindung wächst heran – und sie könnte den Reiseweg zwischen zwei Hauptstädten grundlegend verändern.
Das Verkehrsprojekt zwischen Serbien und Bosnien-Herzegowina nimmt zunehmend Gestalt an. Der Autobahnabschnitt zwischen Kuzmin und Sremska Rača befindet sich nach Angaben des serbischen Straßenunternehmens Putevi Srbije in der Abschlussphase der Bauarbeiten. Aktuelle Aufnahmen dokumentieren den weit fortgeschrittenen Stand der Arbeiten.
Der knapp 18 Kilometer lange Abschnitt ist Bestandteil der künftigen Autobahnverbindung zwischen Belgrad und Sarajevo. Die Trasse setzt bei Kuzmin an, wo sie an die bestehende Autobahn Belgrad–Zagreb anknüpft, und verläuft von dort bis nach Sremska Rača an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina. Anschließend soll sie an die Straßeninfrastruktur in Richtung Bijeljina angebunden werden.
Serbien und Bosnien-Herzegowina unterzeichneten Ende 2019 ein Abkommen über die Zusammenarbeit beim Bau der Autobahn Belgrad–Sarajevo, das Projekt wird laut offiziellen Angaben von der Türkei finanziert.
Grenzübergang Save
Ein zentrales Element des Projekts ist der neue Autobahnübergang über die Save, der künftig als wichtigste grenzüberschreitende Verbindung für den Personen- und Güterverkehr fungieren soll. Der Abschnitt wird nach gängigem Autobahnstandard gebaut: zwei baulich getrennte Fahrbahnen mit je zwei Fahrspuren pro Richtung, Pannenstreifen und Mittelstreifen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit ist mit 130 km/h projektiert.
Bijeljinas Anbindung
Die Fertigstellung soll nicht nur die Anbindung zwischen Serbien und dem Raum Bijeljina verbessern, sondern ist auch Teil einer weitreichenderen Verkehrsachse, die Belgrad und Sarajevo langfristig enger miteinander verknüpfen soll. Gleichzeitig schreitet der Ausbau des Autobahnnetzes rund um Bijeljina weiter voran.
Eine durchgehende Schnellstraßenverbindung zwischen dem Nordosten Bosnien-Herzegowinas und dem serbischen Autobahnnetz rückt damit in greifbare Nähe. Man rechnet mit einer Fertigstellung Ende September