Start NEWS POLITIK Neuer Corona-Fahrplan: Einheitliche Verschärfungen für ganz Österreich
WAS KOMMT AUF UNS ZU?

Neuer Corona-Fahrplan: Einheitliche Verschärfungen für ganz Österreich

(FOTOS: BKA/Dragan Tatic, iStockphoto)

Die Woche ist mit Negativ-Rekordzahlen in Sachen Corona zu Ende gegangen: Mit 1672 Fällen gab es am Sonntag einen neuen Höchstwert. Um die Lage möglichst schnell in den Griff zu bekommen, hat Bundeskanzler Sebastian Kurz die Landeshauptleuten am Montag ab 8:30 Uhr zu einem Corona-Gipfel eingeladen.

Im Anschluss an den Bund-Länder-Gipfel werden Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Innenminister Karl Nehammer  weitere bundesweit einheitliche und mit den Landeshauptleuten abgestimmte Verschärfungen bekannt geben. Welche Maßnahmen kommen, ist offiziell  noch nicht bekannt, aus der Regierung gab es in den vergangenen Tagen aber einige Hinweise, worauf wir uns wohl einstellen müssen.

Neue Verbote?
Als fix gilt, dass Zusammenkünfte noch weiter beschränkt werden. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sprach am Donnerstag etwa von einer möglichen bundesweit vorgezogenen Sperrstunde auf 22 Uhr, auch gegen Widerstand aus Wien. „Nächtliche Ausgangsbeschränkungen“ wolle man aber verhindern. Ebenfalls denkbar: Die Maskenpflicht könnte ausgeweitet, Gesichtsvisiere etwa in der Gastro verboten werden. Und der Pensionistenverband warnt zudem schon vorsorglich vor Besuchsverboten in Alters- und Pflegeheimen.

Am Freitag kündigte Kanzler Kurz dann für Montag den Videogipfel an, im Rahmen dessen zwischen Regierungsspitze, Gesundheitsminister, Innenminister und den Landeshauptleuten die aktuelle Infektionslage und weitere Maßnahmen diskutiert werden sollen. Denn weitere Maßnahmen seien „notwendig“, wurde betont. Die Videokonferenz startet um 8:30 Uhr. Anschließend wird die Regierungsspitze um 10:30 Uhr via Pressekonferenz über die verschärften Maßnahmen informieren. KOSMO wird für euch live mittickern!

In einer „Rede an die Nation“ per Facebook-Video appellierte Kurz schließlich am Sonntag, einen Tag vor dem Gipfel, erneut eindringlich an die Österreicher für Zusammenhalt im Land: „Es liegt an uns allen“, den zweiten Lockdown zu verhindern. Der Regierungschef sprach auch die „Corona-Müdigkeit“ an, die zu immer mehr Verschwörungstheorien bis hin zu Aufrufen, Maßnahmen nicht einzuhalten, führe. Konkret sprach Kurz folgende Themen an:

Anstieg der Infektionszahlen: „Wenn es uns nicht gelingt, das Wachstum einzubremsen, haben wir im Dezember täglich Neuinfizierten-Zahlen von rund 6.000. Das ist alles andere als unrealistisch.“

Zweiter Lockdown: „Wenn wir alle auf Feiern, private Zusammenkünfte in großen Gruppen und Partys verzichten, können wir das Wachstum bremsen und so Schulen, Wirtschaft und auch Teile des gesellschaftlichen Lebens offen halten.“

Folgen für Wirtschaft: „Jede einzelne Einschränkung schadet der Wirtschaft. Die Wahrheit ist aber auch: Wenn es einen zweiten Lockdown gibt, ist der volkswirtschaftliche Schaden noch wesentlich größer.“

Die nächsten Monate: „Vor uns liegt ein herausfordernder Herbst und Winter… eine extrem schwierige Zeit und eine Belastungsprobe für jeden Einzelnen.“

Impfstoff: „Aus heutiger Sicht ist realistisch, dass wir diesen bis Sommer nächsten Jahres haben sollten.“

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