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Verkehrsverbesserung

Neuer Grenzübergang zwischen Bosnien und EU: Staus sind bald Geschichte

Neuer Grenzübergang zwischen Bosnien und EU: Staus sind bald Geschichte
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Nach zweijähriger Verzögerung öffnet der neue Grenzübergang Gradiska zwischen Bosnien und Kroatien. Die fünfspurige Anlage verspricht Entlastung – zunächst im Provisorium.

Der neue Grenzübergang Gradiška zwischen Bosnien und Herzegowina und Kroatien soll nach inoffiziellen Informationen am 11. Dezember eröffnet werden. Das Infrastrukturprojekt, das auch die von der EU mitfinanzierte Gradiška-Brücke umfasst, wird den Verkehrsfluss deutlich verbessern – eine Entwicklung, auf die sowohl die Bevölkerung im Norden Bosniens als auch die exportorientierte Wirtschaft bereits sehnsüchtig warten.

Allerdings gibt es eine Einschränkung: Der neue Übergang wird zunächst, ähnlich wie der Grenzübergang Svilaj, nur im provisorischen Betrieb arbeiten. Grund dafür ist, dass die zwischenstaatliche Kommission zwischen BiH und Kroatien erst kürzlich wieder vollständig besetzt wurde und nun mit der notwendigen Kategorisierung beider neuer Grenzübergänge beginnen muss. Diese Einstufung definiert, welche Warenarten über den jeweiligen Übergang transportiert werden dürfen. Bis zur endgültigen Kategorisierung und offiziellen Listung werden die Übergänge nach vorläufigen Regelungen betrieben.

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Provisorischer Betrieb

Vjekoslav Vuković, Vizepräsident der Außenhandelskammer von BiH, erläuterte, dass Gradiška vorerst als provisorischer Grenzübergang fungieren wird, da die entsprechende Entscheidung des Ministerrats noch aussteht. Die Grenzkommission war zwei Jahre lang nicht zusammengetreten. Auf kroatischer Seite sind Bau und Ausstattung des Übergangs bereits abgeschlossen, es fehlt lediglich die technische Abnahme. Auch die erste Phase der Schnellstraße nach Okucani ist fertiggestellt.

„Die Kommission wurde jetzt neu formiert. Die Außenhandelskammer hat sich aktiv eingebracht, und bereits beim ersten Treffen mit Minister Butković haben wir auf einer Lösung dieses Problems bestanden. Der neue Übergang wird definitiv noch diesen Monat in Betrieb gehen, was den Verkehr zwischen beiden Ländern spürbar entlasten wird. Mit fünf Fahrspuren auf jeder Seite bringt er angesichts der chaotischen Zustände an den Grenzen erhebliche Vorteile für Bosnien und Herzegowina“, betonte Vuković.

Die Eröffnung kommt zum idealen Zeitpunkt. Mitte Dezember wird traditionell ein erhöhtes Verkehrsaufkommen aus EU-Ländern nach BiH erwartet, da viele im Ausland arbeitende Bosnier zu den Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen ihre Familien besuchen. Zudem steht die Eröffnung im Zusammenhang mit den neuen EU-Regelungen, die seit 12. Oktober im Rahmen des EES (Entry/Exit-System) gelten und das bisherige „Abstempeln“ von Reisedokumenten ersetzen.

Neue Grenzkontrolle

Mit diesem System werden automatisch persönliche Daten, Reisedokumenteninformationen sowie Datum und Uhrzeit der Ein- oder Ausreise von Drittstaatsangehörigen, darunter auch bosnisch-herzegowinische Staatsbürger, erfasst. Bei der Ersteinreise werden biometrische Daten – vier Fingerabdrücke und ein Gesichtsfoto – zusammen mit den Reisedokumentdaten gespeichert. Bei späteren Grenzübertritten erfolgt die Identifizierung durch Abgleich des Gesichtsfotos mit dem vorhandenen Datensatz, was die Grenzkontrolle beschleunigt und die Sicherheit erhöht. Gemäß EU-Verordnung 2017/2226 gilt dieses System nicht für EU-Bürger, unabhängig von ihrem Wohnsitz.

Damit die Grenzübergänge Gradiška und Svilaj ihr volles Potenzial entfalten können, muss die kroatisch-bosnische Kommission ihre Arbeit jedoch abschließen. Ivica Bošnjak, stellvertretender Sicherheitsminister von BiH, bestätigte kürzlich, dass die bosnische Seite der Kommission nun vollständig besetzt ist und erste Sitzungen stattgefunden haben. In Kürze werden auch Gespräche mit den kroatischen Kollegen über die Kategorisierung der Grenzübergänge aufgenommen.

Es wird erwartet, dass dieser Prozess innerhalb einiger Monate abgeschlossen sein wird. Die volle Inbetriebnahme beider Grenzübergänge wäre für die bosnisch-herzegowinischen Unternehmer, besonders für exportorientierte Betriebe, von außerordentlichem Nutzen.

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KO KOSMO-Redaktion
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