Ein Riese der Meere überrascht Adria-Besucher: Vor Kroatiens Küste zeigt sich ein über zwei Meter großer Mondfisch – eine Begegnung, die Meeresbiologen aufhorchen lässt.
Ein außergewöhnlicher Fund sorgte dieser Tage vor der Küste Savudrijas für Aufsehen: Ein Mondfisch (Mola mola) wurde im offenen Meer entdeckt und fotografisch festgehalten. Der aufmerksame Beobachter, der seine Entdeckung dem Portal Morski.hr mitteilte, beschrieb das Tier als beeindruckendes Exemplar: “Er misst über die Flossen hinweg mehr als zwei Meter.”
Die Sichtung gilt als Besonderheit, da der pelagische Fisch nur selten in die Adria vordringt. Sein eigentlicher Lebensraum erstreckt sich über die offenen Gewässer des Atlantiks und Pazifiks sowie das Mittelmeer. Nur gelegentlich, meist während wärmerer Perioden und entlang bestimmter Meeresströmungen, verirrt sich ein Exemplar in die Adria. In den vergangenen Jahren wurden vereinzelte Sichtungen bei Šibenik und im Seegebiet von Konavle dokumentiert.
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Rekordhalter unter Fischen
Der Mondfisch gehört zur Familie der Molidae, zählt zu den Kugelfischverwandten (Tetraodontiformes) und ist Teil der Klasse der Strahlenflosser. Mit seinem Rekordgewicht von bis zu einer Tonne bei ausgewachsenen Exemplaren und einer Körperlänge von bis zu drei Metern gilt er als der schwerste Knochenfisch weltweit.
Charakteristisch für den Mondfisch ist sein hochaufragender, seitlich abgeflachter Körper mit dem markant abgestumpften Schwanz ohne Flosse. Bauchflossen sucht man bei ihm vergeblich. Seine harte, raue Haut schimmert an Rücken und Flanken in dunkelbraunen bis dunkelgrauen Tönen, während der Bauchbereich heller erscheint. Durch seine auffälligen, hohen Rücken- und Afterflossen wirkt er an der Wasseroberfläche oft wie ein treibendes Objekt.
Lebensweise und Schutz
Auf dem Speiseplan des Mondfischs stehen vorwiegend Quallen, aber auch Plankton, kleinere Fische, Kopffüßer und Algen. Da Quallen einen äußerst geringen Nährwert besitzen, muss der Fisch täglich beachtliche Nahrungsmengen aufnehmen. Meist hält er sich nahe der Wasseroberfläche auf, wo er sich gemächlich fortbewegt oder regungslos “sonnt” – ein Verhalten, das gelegentlich zu Zusammenstößen mit Booten führt.
Während der Mondfisch in Kroatien wirtschaftlich unbedeutend ist und kaum kulinarische Verwendung findet, wird er in manchen asiatischen Regionen durchaus als Speisefisch geschätzt.
Aufgrund seiner Seltenheit in der Adria appellieren Naturschützer an Bootsfahrer und Fischer, die ungewöhnlichen Meeresbewohner nicht zu stören oder zu gefährden, um den Fortbestand dieser besonderen Art zu sichern.
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