Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Feuerwehreinsatz

„Nicht wir – wir alle“: Russischer Pilot rührt Serbien nach Feuer-Mission

„Nicht wir – wir alle“: Russischer Pilot rührt Serbien nach Feuer-Mission
FOTO: EPA/VLADIMIR SMIRNOV / SPUTNIK
2 Min. Lesezeit |

Extreme Hitze, Flammen nahe an Dörfern – und eine Besatzung, die unter Extrembedingungen alles gab.

Nach erfolgreicher Mission in Serbien ist eine russische Iljuschin Il-76 des Ministeriums für Zivilschutz wieder in Moskau gelandet. Das Spezialflugzeug war auf Ersuchen der serbischen Regierung und auf persönliche Anordnung von Präsident Wladimir Putin in den Einsatz geschickt worden, um die Bekämpfung der Waldbrände zu unterstützen.

Der Hintergrund: Das Jahr 2024 war nach Daten des Europäischen Waldbrand-Informationssystems (EFFIS) das schwerste Waldbrandjahr in Serbien seit Beginn der EFFIS-Messungen – mit insgesamt rund 43.004 Hektar verbrannter Fläche und 584 registrierten Bränden.

Beeindruckende Einsatzbilanz

Die Bilanz des Einsatzes kann sich sehen lassen: 65 Flüge, 130 Wasserabwürfe und insgesamt mehr als 2.700 Tonnen Wasser, die über den brennenden Flächen abgelassen wurden – und das unter Bedingungen, die alles andere als einfach waren. Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke machten die Arbeit der Besatzung zu einer außerordentlichen Belastungsprobe.

Besonders angespannt war die Lage im Gebiet der Deliblatska Pescara (Sandwüste in der Vojvodina), wo die Flammen zeitweise ein nahegelegenes Dorf bedrohten. Allein in diesem Gebiet brannte 2024 eine Fläche von mehr als 3.500 Hektar Wald und Vegetation.

Vislows Bescheidenheit

Andrej Vislov, Kommandant der Iljuschin-Besatzung, wies nach Abschluss des Einsatzes Lorbeeren für sich allein ausdrücklich zurück.

Als der serbische Innenminister Ivica Dacic die Mannschaft mit den Worten „Jungs, ihr habt es geschafft“ beglückwünschte, entgegnete Vislov: „Nein – nicht wir haben es geschafft, sondern wir alle zusammen.“

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen