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HAPPY BIRTHDAY!

Österreichs erstes Retortenbaby wird heute 40!

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Symbolbild (FOTO: iStock)

Zlatan Jovanovic, das erste „Retortenbaby“ Österreichs, also das erste durch künstliche Befruchtung geborene Baby, feiert seinen 40. Geburtstag und betont, dass er stolz auf seine Eltern ist, die für ihn gekämpft haben.

Einst ein „Tabu“-Thema, über das nicht viel bekannt war oder darüber gesprochen wurde, ist heute ein gängiges Verfahren, und die In-vitro-Fertilisation hilft Paaren, ihre Chance auf Elternschaft zu nutzen und Nachwuchs zu bekommen.

Trotzdem erinnerte sich Jovanovic daran, wie und wann er herausfand, dass er kein “normales” Baby war.

„Als ich klein war, hat mich meine Mutter zu jedem Geburtstag irgendwohin mitgenommen, in den Park, ich habe ein Foto für die Zeitung gemacht und ich dachte, das ist bei jedem Kind so. Ich habe nicht darauf geachtet, ich hatte das Gefühl ein ‘normales’ Kind zu sein.“, sagt Jovanovic.

Als er aufwuchs, wurde ihm jedoch langsam klar, dass er doch etwas Besonderes war.

„Vielleicht war ich in der sechsten oder siebten Klasse, als mir meine Klassenlehrerin das gesagt hat. Da wusste ich noch nicht einmal genau, was es war, aber ich wusste, dass ich kein gewöhnliches Baby bin. Meine Mutter hat versucht, es mir zu erklären, aber ich habe selbst mehr herausgefunden.”

Auf die Frage, wie sein Umfeld und er selbst reagiert hatten, sagte er, für ihn sei das alles „cool“, er habe sich selbst in der Zeitung gesehen … und für seine Schulfreunde sei er kurzzeitig ein Grund für Spott gewesen, aber alles ging schnell vorbei.

Heute ist er besonders stolz auf seine Eltern Jovanka und Dragan, vor allem aber auf seine Mutter.

„Ich habe einiges gehört, was meine Mutter ertragen musste, als sie mit mir schwanger war, was andere Frauen über sie sagten … Ich fand einige Kassetten für das Diktiergerät, ich hörte einige Aufnahmen, wie sie Interviews gab, wie andere Frauen waren… Was sie durchgemacht hat, ein großes Lob an sie”, betont Jovanovic stolz.

Kleiner Rückblick. Die Eltern von Zlatan stammen ursprünglich aus Serbien, sein Vater aus der Nähe von Sabac, dem Dorf Jalovik, und seine Mutter aus der Nähe von Trstenik, und sie haben ihr Leben in Österreich aufgebaut, wo er 1982 geboren wurde. Fünf Jahre später hatten seine Eltern ein Mädchen, Jasmina, auf natürliche Weise bekommen, und Zlatan bekam mit ihr eine Schwester und Freundin fürs Leben.

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