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Wero

Paypal-Konkurrenz: Ab heute kommt neues Handy-Bezahlsystem!

HANDY_BEZAHLSYSTEM
(FOTO: iStock)

Mit einem ehrgeizigen Schritt in Richtung finanzieller Unabhängigkeit hat die European Payments Initiative (EPI) das neue Bezahlsystem Wero ins Leben gerufen. An diesem Projekt beteiligen sich 16 europäische Banken. Es zielt darauf ab, eine solide Alternative zu den etablierten, überwiegend US-amerikanischen Zahlungsdienstleistern wie PayPal, Mastercard und Visa zu bieten.

Wero, das momentan für mobile Zahlungen zwischen Privatpersonen in Deutschland verfügbar ist, verspricht eine grenzüberschreitende Expansion und die Unterstützung von Online- sowie Einzelhandelstransaktionen in den kommenden Jahren.

Im Gegensatz zu traditionellen Überweisungsverfahren, bei denen lange IBAN-Nummern erforderlich sind, ermöglicht Wero Überweisungen mittels einfacher Angaben wie Telefonnummern oder E-Mail-Adressen. Innerhalb kürzester Zeit, normalerweise zehn Sekunden, wird das Geld direkt auf dem Konto des Empfängers verbucht. Diese Innovation stellt nicht nur eine erhebliche Vereinfachung für die Nutzer dar, sondern bietet auch eine deutlich beschleunigte Transaktionsabwicklung.

@wero_eu

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Zukünftige Erweiterungen

Bereits zur Einführung bietet Wero umfassende Funktionen für Transfers zwischen Privatpersonen in Deutschland, plant jedoch eine rasche Expansion. Vorgesehen ist die Einführung von Online-Zahlungen ab 2025 sowie die Möglichkeit, ab 2026 im Einzelhandel mit Wero zu bezahlen.

Zum Startschuss von Wero zählen renommierte deutsche Kreditinstitute wie Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken zu den ersten Partnern. Auch die belgische Bank KBC gehört zu den Pionieren. Zukünftig werden weitere europäische Banken aus den Niederlanden und Frankreich erwartet, während einige bedeutende Institute wie die Deutsche Bank und ihre Tochter Postbank sowie die ING-Bank noch auf einen Einstieg hinarbeiten.

Initiiert von der EPI, einem Zusammenschluss aus 14 Banken und zwei Zahlungsdienstleistern, positioniert sich Wero als direkte Konkurrenz zu den mächtigen US-Finanzkonzernen und soll zudem die Präsenz von Apple Pay und Google Pay in Europa herausfordern. Inspiriert von erfolgreichen lokalen Modellen wie Twint in der Schweiz strebt Wero danach, die europäische Unabhängigkeit im Zahlungsverkehr zu festigen und die Wertschöpfung innerhalb des Kontinents zu sichern.

Praktische Umsetzung

Für Kunden der teilnehmenden Banken gestaltet sich die Nutzung von Wero denkbar einfach. Eine gesonderte App ist nicht erforderlich; die vorhandene Banking-App der jeweiligen Bank genügt, um die Funktion zu aktivieren und sowohl Geld zu senden als auch zu empfangen.