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REHABILITATION

 Pensionsversicherung: Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation

 Pensionsversicherung: Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation
FOTO: : © M.Jager // www.martinjager.com
9 Min. Lesezeit |

Die Pensionsversicherung (PV) ist der größte Anbieter für Rehabilitation – mit 17 Reha-Zentren sowie 150 Vertragspartnern in ganz Österreich.

In den Reha-Zentren der Pensionsversicherung (PV) werden Patient*innen auf Basis eines teilhabeorientierten Leistungsprofils nach modernsten Methoden und individuell betreut. Ziel ist, die Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen oder zu erhalten sowie eine Pflegebedürftigkeit zu vermeiden.

Die medizinische Rehabilitation der PV orientiert sich am bio-psycho-sozialen ICF-Modell der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ein maßgeschneiderter, auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmter Therapieplan sowie persönliche Reha-Ziele sind die Grundlage der Rehabilitation. Ein multiprofessionelles Team – bestehend aus Ärzt*innen, Pfleger*innen, Therapeut*innen und Sozialarbeiter*innen – begleitet die Umsetzung. Die Rehabilitation umfasst damit medizinisch-diagnostische, therapeutische und pflegerische Maßnahmen, die dabei helfen sollen, wieder aktiv am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und ein möglichst selbstständiges Leben zu führen.

Die Maßnahmen können im Rahmen einer stationären, ambulanten oder teilstationären Rehabilitation erfolgen. Bevor Patient*innen ihre Rehabilitation planen, gilt es daher abzuklären, welches Reha-Setting besser zu Ihrer Erkrankung, Ihren Bedürfnissen und Ihrer Lebenssituation passt. Diese Abklärung wird von den behandelnden Ärzt*innen unterstützt.

Bei einer stationären Rehabilitation verbringen die Patient*innen mehrere Wochen durchgehend in einem Reha-Zentrum, auch über Nacht und an den Wochenenden. Ein stationärer Aufenthalt ist daher sinnvoll, wenn durch eine Erkrankung oder Mobilitätseinschränkung laufende medizinische Überwachung benötigt und eine Betreuung zu Hause nicht möglich ist.

Im Gegensatz dazu bietet die ambulante Rehabilitation die Möglichkeit, Therapien in der Nähe Ihres Wohnorts oder Arbeitsplatzes tagsüber zu absolvieren. So können die Rehabilitand*innen in ihrem gewohnten Umfeld bleiben und weiterhin den beruflichen und privaten Verpflichtungen nachkommen.

Eine ambulante Rehabilitation dauert grundsätzlich zwischen 6 bis 10 Wochen. In den eigenen ambulanten Einrichtungen der Pensionsversicherung, dem PV ZAR Graz und PV ZAR Wien, sind auch 3 Wochen möglich.

Stationäre Reha

Im Rahmen der stationären Rehabilitation findet die Betreuung der Patient*innen in einem Reha-Zentrum statt. Zu Beginn des Reha-Aufenthalts werden die persönlichen Ziele festgelegt. Jede Reha ist individuell und orientiert sich an Ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten. Dafür stehen verschiedene Behandlungsansätze zur Verfügung:

  • Behandlung gesundheitlicher Probleme und Funktionseinschränkungen
  • Förderung vorhandener Fähigkeiten und Ressourcen
  • Verbesserung von beeinträchtigten Aktivitäten, Selbstständigkeit und Teilhabe im Alltag

Auf dieser Grundlage erstellen die Reha-Teams einen abgestimmten Therapieplan. Dieser umfasst je nach Bedarf medizinische Leistungen, Physio- und Ergotherapie, psychologische Begleitung sowie weitere unterstützende Maßnahmen.

Die multiprofessionellen Reha-Teams – bestehend aus Ärzt*innen, Therapeut*innen, Pflegepersonal etc. – arbeiten eng zusammen und begleiten die Patient*innen während der gesamten Rehabilitation.

Die aktive Mitarbeit ist eine wichtige Voraussetzung für das Erreichen der individuellen Reha-Ziele und ein optimales und nachhaltiges Ergebnis: wieder aktiv am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und ein möglichst selbstständiges Leben zu führen.

Ambulante Reha

Neben den 15 stationären Reha-Zentren bietet die Pensionsversicherung auch zwei Zentren für ambulante Rehabilitation in Graz und Wien an. An den beiden Standorten absolvieren die Patient*innen ambulante medizinische Leistungen aus einem breiten Angebot, das laufend weiterentwickelt und optimiert wird. An weiteren Standorten, verteilt in ganz Österreich, kann bei ambulanten Vertragseinrichtungen der PV eine ambulante Rehabilitation in Anspruch genommen werden.

Die ambulante Rehabilitation ermöglicht, rasch sowie wohnort- bzw. arbeitsnahe Therapien in Anspruch nehmen zu können.
FOTO: © christine wurnig

Der wichtigste Vorteil der ambulanten Reha ist für viele Rehabilitand*innen die Möglichkeit, rasch (kaum Wartezeit) sowie wohnort- bzw. arbeitsnahe Therapien in Anspruch nehmen zu können. Sie verbleiben nach der Rückkehr aus dem Akutkrankenhaus im vertrauten sozialen Umfeld oder können die Behandlungen berufsbegleitend absolvieren und zugleich ihre Betreuungspflichten gegenüber Angehörigen, Kindern etc. wahrnehmen. So kann jede*r in ihrem*seinem sozialen Lebensbereich gesund werden und es wird individuell auf die Lebenssituation der Patient*innen eingegangen. Ebenso von Vorteil ist, dass bei der ambulanten Rehabilitation kein Zuzahlungsbetrag zu leisten ist.   

Zu den Rehabilitationsmaßnahmen in den ambulanten Zentren der PV, insbesondere auch für die orthopädische Rehabilitation, zählen u.a. Einzel- und Gruppentherapien, physikalische Therapien, Schulungen sowie bei Bedarf diätologische und psychologische Unterstützung.

Zentrum für ambulante Rehabilitation (ZAR) Wien

Im Zentrum für ambulante Rehabilitation (ZAR) Wien werden zwei spezielle interdisziplinäre Rehabilitationsprogramme für Patient*innen mit chronischen Schmerzen angeboten: RIST für Patient*innen mit niedrigerer Schmerzintensität bzw. geringerem Schmerzchronifizierungsgrad im Bereich der Wirbelsäule und MUST für orthopädische Patient*innen mit chronischen Schmerzen und höherer Schmerzintensität bzw. höherem Schmerzchronifizierungsgrad. Bei RIST liegt der Schwerpunkt auf einem aufbauenden, funktionellen Training, ergänzt durch wöchentliche Schulungen.

MUST wiederum setzt verstärkt auf eine psychologisch/psychotherapeutische Ebene, verbunden mit körperlichem Training, der Verbesserung der Körperwahrnehmung, der Einbeziehung von psychosozialen Risikofaktoren, Gesprächen mit Ärzt*innen sowie Schulungen. Vor der Aufnahme findet ein interdisziplinäres Assessment (Ärztin*Arzt – Physiotherapie – Psychotherapie/Psychologie) statt. Die Therapien werden in Kleingruppen durchgeführt. Durch das gezielte Angebot werden Schmerzbeschwerden (Beeinträchtigung und Intensität) gemildert und dadurch die Lebensqualität der Patient*innen deutlich verbessert.

Zentrum für ambulante Rehabilitation (ZAR) Graz

Auch das Zentrum für ambulante Rehabilitation (ZAR) Graz setzt einen Schwerpunkt auf Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparats. Zusätzlich bietet das ZAR Graz das medizinisch-berufsorientierte Heilverfahren PV RehaJET® an. Das Heilverfahren ist insbesondere darauf ausgerichtet, Maßnahmen zu setzen, die die Patient*innen für ihre weitere Erwerbstätigkeit benötigen. Nach einer genauen Analyse der spezifischen Anforderungen des Arbeitsplatzes und den physischen und psychischen Fähigkeiten der Betroffenen, können eine Vielzahl an arbeitsspezifischen Tätigkeiten nachgestellt und Belastungen simuliert und entsprechend trainiert werden. Das erhöht die Perspektiven, nach Abschluss der Rehabilitation wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden zu können und die Arbeitsfähigkeit langfristig zu erhalten.

Teilstationäre Reha

In vier Reha-Zentren bietet die Pensionsversicherung auch eine teilstationäre Reha an. Diese verbindet die intensive medizinische und therapeutische Betreuung einer stationären Reha mit Alltagsnähe und größerer Flexibilität.

Tagsüber finden die Therapien im Reha-Zentrum statt, die Abende, Sonn- und Feiertage werden zu Hause verbracht. Genesung und Selbstständigkeit können so gezielt gefördert werden. Die Patient*innen profitieren damit von der intensiven, strukturierten und wohnortnahen Betreuung.

Eine teilstationäre Reha ist in den Reha-Zentren Bad Aussee, Bad Tatzmannsdorf, Gröbming und Saalfelden möglich.

Schwerpunkt orthopädische Reha

Neben den Zentren für ambulanten Rehabilitation bieten acht weitere Reha-Zentren der PV stationäre Rehabilitationen für Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates an. Patient*innen werden dabei nach Operationen oder mit chronischen Erkrankungen nach Implantationen eines Gelenkersatzes (z. B. Knie-, Hüft-, Schultergelenk, etc.), nach Wirbelsäulen- und Bandscheibenoperationen, nach Verletzungen und Knochenbrüchen sowie bei entzündlichen Gelenks- und Wirbelsäulenerkrankungen (z. B. rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew) behandelt.

Nach Beinamputationen unterstützt das Reha-Zentrum Gröbming beim Umgang mit der Prothese, mit Trainings zur Stabilität und Gehfähigkeit und Schulungen zur Reduktion von Risikofaktoren.

Eine spezielle handspezifische Reha stellt das Reha-Zentrum Bad Hofgastein zur Verfügung. Nach Verletzungen, Erkrankungen und Beschwerden im Bereich der Hände und Unterarme wird gezielt die Wiederherstellung der Handfunktionen rehabilitiert, um Einschränkungen im Berufs- und Privatleben zu verringern.

Weitere Reha-Zentren mit Schwerpunkten orthopädischer Rehabilitation sind Bad Aussee, Bad Ischl, Bad Schallerbach, Laab im Walde, Saalfelden und Weyer.

Der PV RehaJET® bereitet Patient*innen bestmöglich auf den beruflichen Wiedereinstieg vor.
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Voraussetzungen für die ambulante Rehabilitation sind:

  • Reha-Bedürftigkeit
  • Reha-Fähigkeit (Therapiemotivation)
  • positive Reha-Prognose
  • ausreichende Mobilität
  • Wohnortnähe und angemessene Erreichbarkeit innerhalb von 50 km vom Wohnsitz oder Arbeitsplatz des Versicherten

Die ambulante Rehabilitation wird wie die stationäre bei der Pensionsversicherung mittels Formular beantragt und kann von Versicherten im erwerbsfähigen Alter, wie unselbstständig Erwerbstätigen, Arbeitslosengeldbezieher*innen etc., absolviert werden. Wesentlich ist, dass auf dem Formular das Feld „ambulante Rehabilitation“ angekreuzt wird.

Teilhabeorientierte Rehabilitation in Muttersprache

Die Pensionsversicherung bietet seit mehreren Jahren eine teilhabeorientierte Rehabilitation im Reha-Zentrum Banja Koviljača in der Muttersprache. Die Kooperation richtet sich an unselbstständig Erwerbstätige (Arbeiter*innen, Angestellte) sowie Bezieher*innen von Berufsunfähigkeits- bzw. Invaliditätspensionen. Die PV hat damit vor einigen Jahren das Angebot spezieller Rehabilitationsmöglichkeiten über die Landesgrenzen hinaus erweitert. Eine Behandlung ohne sprachliche Barrieren kann erheblich zum Heilerfolg beitragen.

Das Reha-Zentrum im gleichnamigen serbischen Kurort Banja Koviljača bietet moderne medizinische Rehabilitation, basierend auf dem bio-psycho-sozialen ICF-Modell (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit). Im Fokus steht die individuelle Festlegung von Rehabilitationszielen. Damit entspricht das Angebot dem internationalen Rehabilitationsstandard. Mit einer Kapazität von 30 Betten kann somit eine dreiwöchige Rehabilitation im Fachbereich Stütz- und Bewegungsapparat von in Österreich Versicherten beantragt werden.

Arbeitssimulationstrainings unterstützen die Rehabilitation bei orthopädischen Erkrankungen.   
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Die stationäre Behandlung in Banja Koviljača bietet optimale Therapien ohne sprachliche Hürden für die Wiederherstellung von Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Mit Heilschlamm und schwefelhaltigem Wasser sowie durch die Anwendungen moderner diagnostischer Methoden können viele Erkrankungen erfolgreich behandelt werden. Die Rehabilitation ist in erster Linie für Versicherte gedacht, die aufgrund ihrer Arbeit einer schweren körperlichen Beanspruchung ausgesetzt sind und daher gesundheitlich besonders im Bereich der Orthopädie beeinträchtigt sind.  

Der Kurort Banja Koviljača liegt in Westserbien. Das Rehabilitationszentrum befindet sich direkt im Ortskern. Neben der medizinischen Rehabilitation steht den Rehabilitand*innen bei ihrem Aufenthalt eine erstklassige Unterkunft, mit hervorragender Verpflegung zur Verfügung.

Überblick zu allen Indikationen der PV

Die Reha-Zentren der PV bieten Therapien für u. a. folgende Indikationen:

  • Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates (z. B. Rheuma, Bandscheibenoperationen, Knochenbrüche, Amputationen etc.)
  • Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma bronchiale, COPD, chronische Bronchitis etc.)
  • Stoffwechselerkrankungen (z. B. Diabetes mellitus Typ 1 & 2, Metabolisches Syndrom etc.) und Erkrankungen des Verdauungsapparates (z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa etc.)
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Herzinfarkt, Bypassoperation, Stent-Implantation etc.)
  • Neurologische Erkrankungen (z. B. Schlaganfall, Multiple Sklerose MS, Rückenmarksentzündung etc.)
  • Onkologische Erkrankungen  (z. B. nach Operation, Chemotherapie, Bestrahlung etc.)

*Hierbei handelt es sich um eine entgeltliche Einschaltung.

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KO KOSMO-Redaktion
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