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Gefährliche Chat-Masch

Polizei warnt vor WhatsApp-Betrug mit gefälschten Links!

Polizei warnt vor WhatsApp-Betrug mit gefälschten Links!
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3 Min. Lesezeit |

Täuschend echte WhatsApp-Nachrichten verbreiten sich in Vorarlberg. Die Betrüger kapern Konten und locken mit vermeintlichen Wohltätigkeitsaktionen in eine gefährliche Falle.

In Vorarlberg verbreiten sich derzeit gefälschte WhatsApp-Nachrichten. Cyberkriminelle verschaffen sich unbefugten Zugriff auf Nutzerkonten und versenden darüber Links an deren Kontakte. Die Täuschung wirkt besonders überzeugend, da die Nachrichten im regulären Chatverlauf mit bekannten Personen erscheinen. Typischerweise enthalten diese Mitteilungen Aufforderungen zur Teilnahme an Abstimmungen für wohltätige Projekte oder Wettbewerbe. Wer dem Link folgt, wird zur Eingabe seiner Telefonnummer aufgefordert. Anschließend erhält man einen WhatsApp-Code und soll sich auf einer Website registrieren. Durch diesen Prozess übernehmen die Betrüger das Konto und können die Masche bei allen Kontakten des Opfers fortsetzen.

In einem dem ORF Vorarlberg bekannt gewordenen Fall erkannte WhatsApp selbst den Betrugsversuch und sperrte das Konto der betroffenen Person. Diese musste daraufhin alle ihre Kontakte per SMS warnen, bis ihr Zugang wiederhergestellt wurde. Über finanzielle Schäden liegen bislang keine Informationen vor. Die genauen Absichten der Täter sind noch unklar. Die dem ORF bekannten Betroffenen haben den Dateneingabeprozess vorzeitig abgebrochen.

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Internationale Betrügergruppe im Einsatz

Die Vorarlberger Fälle sind Teil einer weltweit agierenden Betrugsmasche. WhatsApp hat bereits zahlreiche Konten gesperrt, nachdem eine international agierende Betrügergruppe systematisch über gefälschte Abstimmungslinks und angebliche Wohltätigkeitsaktionen Nutzer zur Preisgabe ihrer Handynummern und Sicherheitscodes verleitete. Die Täter nutzen die gekaperten Konten nicht nur zur Weiterverbreitung ihrer betrügerischen Links, sondern stellen in fortgeschrittenen Phasen des Betrugs teilweise auch direkte Geldforderungen an die Kontakte der Opfer.

Mögliche Hintergründe

Nach Recherchen des ORF bei Cybersicherheitsexperten dient die Übernahme der WhatsApp-Konten vermutlich primär dazu, weitere Personen auf präparierte Websites zu locken, über die Schadsoftware installiert oder sensible Daten abgegriffen werden können. Häufig versuchen die Betrüger, persönliche Informationen zu erlangen, indem sie nach Geburtsdatum und Adresse fragen, Bankverbindungen oder Kreditkartennummern für angebliche Gewinnauszahlungen anfordern oder zur Bestätigung von Sicherheitscodes auffordern.

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Möglich wäre auch, dass die gesammelten Nutzerdaten für Identitätsdiebstahl weiterverkauft oder für spätere Betrugsmaschen wie Love-Scamming (Liebesbetrug) oder fingierte Anlagegeschäfte verwendet werden.

Polizeiliche Hinweise

Der Landespolizeidirektion Vorarlberg ist diese spezifische Betrugsmasche bisher nicht gemeldet worden, entsprechend wurden keine Schäden angezeigt. Die Polizei weist jedoch darauf hin, dass diese Art des WhatsApp-Betrugs in anderen Ländern bereits bekannt ist.

Als Schutzmaßnahme empfiehlt die Polizei, jeden Link vor dem Öffnen kritisch zu hinterfragen und möglichst zu überprüfen. „Klicken Sie niemals auf Links in Nachrichten, deren Herkunft oder Inhalt Ihnen ungewöhnlich vorkommen – auch wenn der Absender bekannt ist“, warnt die Polizei. Besonders wichtig: Niemals Handynummern oder Codes auf unbekannten Websites eingeben.

Bei Unsicherheit sollte man die vermeintlichen Absender über einen alternativen Kommunikationsweg kontaktieren – idealerweise telefonisch oder im persönlichen Gespräch – um die Echtheit der Nachricht zu verifizieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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