Powerfrau aus Bosnien-Herzegowina singt auf 4 Sprachen

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Powerfrau aus Bosnien-Herzegowina singt auf 4 Sprachen

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Jelena Lejić
Jelena Lejić (FOTO: Boris Lejić)

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Jelena Lejić wurde 1994 in Derventa, Bosnien-Herzegowina geboren. Mit 17 Jahren zog sie mit ihrer Familie nach Absdorf in Niederösterreich um, wo sie Gymnasium abgeschlossen hat. Danach inskribierte sie Transkulturelle Kommunikation an der Universität Wien. Musik stellt für sie eine dauernde, unerschöpfbare Energiequelle dar. Sie singt auf Serbisch, Spanisch, Englisch und Türkisch.

KOSMO: Woher stammt deine Liebe zur Musik?

Jelena Lejić: Die Liebe zur Musik habe ich von jeher, seit dem Tag meiner Geburt. Das ist ein Geschenk, das ich mit der Geburt bekommen habe und das mir im Leben eine große Hilfe war. Ich höre besonders gerne, wenn meine Mutter über das kleine Mädchen von 4 – 5 Jahren erzählt, das die Fernbedienung oder eine Deoflasche als Mikrophon nimmt, auf die Möbel klettert und aus voller Kehle singt und tanzt. Wahrscheinlich unterscheide ich mich darin nicht von anderen Kindern, denn das gehört fast immer zum Aufwachsen. Aber ich muss zugeben, dass es heute noch nicht sehr anders aussieht, weil ich mich manchmal gerne beim Karaoke entspanne, was bisweilen auch im beliebten sozialen Netzwerk „Instagram“ landet.

Was bedeutet die Musik für dich?

Die Musik ist für mich eine Energiequelle, die nie versiegt. In verschiedenen Momenten findet jeder Mensch Glück, Trost, Unterhaltung, Genuss usw. in der Musik. Wenn wir glücklich sind, gefällt uns jedes fröhliche Lied, denn es steigert unser Glücksgefühl, und wenn wir traurig sind, gefällt uns jedes traurige Lied, denn es „teilt“ unseren Schmerz. Ich glaube, dass es in diesen Momenten keinen Unterschied zwischen denen gibt, die keine besondere Gabe oder kein Talent zum Spielen oder Singen haben, und denen, die eine angeborene Musikalität besitzen oder aktiv Musik machen, sei es als Amateure oder beruflich. Die Musik ist der stärkste Zweig der Kunst und eine ganz wesentliche Sache, die mich immer „aufrichten“ kann… Es gibt keine Situation, in der mir Musik nicht gut tut, aber das Genre hängt natürlich von meiner momentanen Stimmung ab. Ich glaube, dass die Musik eine Kunst ist, die schon immer bestanden hat und die es immer geben wird, denn wir fühlen, verstehen, lieben und singen sie und bewundern die Kreativität ihrer Texte und Melodien.

Welche Art von Musik singst du und welche würdest du nicht einmal im Traum singen?

Ich singe gerne in mehreren Sprachen (Serbisch, Spanisch, Englisch und Türkisch) und in verschiedenen Genres: Ethno, Pop, Volksmusik, aber Unterhaltungsmusik bzw. Popmusik liegt mir am meisten, so wie auch Pop-Folk-Lieder, denn ich finde, dass die meiner Sensibilität und meinem musikalischen Stil am besten entsprechen. Vor allem Balladen überwiegen, denn sie sind voller Emotionen und haben tiefgehende Texte. Allerdings muss ich zugeben, dass sich manchmal, wenn ich besonders guter Laune bin und mich gehen lasse, auch das eine oder andere kommerzielle Lied in mein Repertoire schleicht. Was ich niemals singen würde, sind Rock, Metal und Ähnliches, denn die passen nicht zu mir und darin finde ich mich nicht wieder, obwohl ich manchmal gerne alte Ex-Yu-Songs höre.

Welcher Typ Sängerin bist du?

Ich bin definitiv der Typ Sängerin, der gute und hochwertige Musik schätzt und mag und sich bemüht, die auch zu singen. Natürlich höre ich alles, was meine Generation so hört und was heute im Trend liegt, wenn man in Clubs und Cafés geht. Aber die Musik, die die Stars unseres Bühnenhimmels pflegen, so wie Marija Šerifović, Jelena Tomašević, Aleksandra Radović, Joksim, Saša Kovačević etc., die liebe ich besonders und höre sie auch privat. Diese Lieder sind meistens auch Teil meines Repertoires.

Siehst du dich in einer Band oder bist du eher für eine Solo-Karriere?

Rein hypothetisch kann mir beides vorstellen. Natürlich würde es von den Umständen abhängen, für welche der beiden Optionen ich mich entscheiden würde. Ich hatte mehrere Angebote und die Möglichkeit, mit Begleitmusikern als Leadsängerin zu singen, und ich glaube, dass das zu Beginn einer Karriere eine gute Option ist, um Praxis und Erfahrung zu gewinnen usw. Aber wenn der Weg dann auf die andere Seite, also in die Selbständigkeit führt, warum nicht?

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