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Belastung

Preisschock: Autoreparaturen um bis zu 16 Prozent teurer

(FOTO: iStock/ronstik)
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In den Wiener Kfz-Werkstätten hat sich eine spürbare Preiswelle breitgemacht. Die Kosten für Wartung, Reparatur und das bewährte Pickerl sind im Vergleich zum Vorjahr merklich gestiegen – mit Steigerungsraten von bis zu 16 Prozent.

Bei Stichproben der Arbeiterkammer (AK) für 16 Automarken, wurden 33 Kfz-Werkstätten und Autofahrerclubs in Wien unter die Lupe genommen. Dabei offenbarten sich erhebliche Preisunterschiede, die bei einer Mechanikerstunde bis zu 220 Euro betragen können.

Pickerl wird teurer

Die jährliche Pickerl-Überprüfung, die außer bei Neuzulassungen nach drei und danach nach zwei Jahre erforderlich ist, zeigt eine deutliche Preissteigerung. Im Schnitt zahlen Besitzer von Benzinern nun 7,6 Prozent mehr, während Diesel-Kfz-Eigner mit einer Erhöhung von 6,8 Prozent konfrontiert sind. Im Durchschnitt belaufen sich die Kosten für das Pickerl nun auf etwa 88 Euro. Das teuerste Angebot wurde mit stolzen 135 Euro verzeichnet.

Für Mitglieder von Autofahrerklubs wie dem ÖAMTC kann die Überprüfung mit 54,50 Euro wesentlich günstiger sein; der ARBÖ veranschlagt 63,40 Euro. Laut AK gibt es aber auch Werkstätten, die die Pickerl-Kontrolle ab ca. 70 Euro anbieten.

Beachtliche Teuerung

Auch für Elektroautobesitzer hat sich der Wind gedreht – die Preise für den Pickerl-Check liegen nun zwischen 54,50 und 143,52 Euro, welches einem Anstieg von 5,6 Prozent entspricht. Über ein Jahrzehnt betrachtet, haben sich die Kosten für das Pickerl, unabhängig davon ob Verbrenner oder Elektro, um beachtliche 51,3 Prozent erhöht.

Steigende Stundenlöhne in der Werkstatt

Die Stundensätze für Mechanikerarbeiten haben ebenfalls Fahrt aufgenommen. Für traditionelle Verbrenner sind die Preise durchschnittlich um 7,9 Prozent gestiegen, wobei die Spanne nun zwischen 120 und 318 Euro liegt. Elektroautos verzeichnen sogar eine Preissteigerung von 16 Prozent, mit Stundensätzen zwischen 140 und 360 Euro. Auch Lackierer und Spenglerarbeiten wurden nicht verschont, mit einer Zunahme von etwa 10,5 Prozent. Seit 2014 hat sich dieser Anstieg auf 58 Prozent summiert.