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Cyberkrieg

Putins Schattenkrieg: Berlin bestellt Botschafter nach Cyberangriff ein

Putins Schattenkrieg: Berlin bestellt Botschafter nach Cyberangriff ein
(Symbolbild FOTO: iStock)
1 Min. Lesezeit |

Cyberangriffe, Desinformation und gezielte Spaltung: Berlin wirft Moskau systematische Destabilisierungsversuche vor und bestellt den russischen Botschafter ein.

Deutschland wirft Russland systematische Destabilisierungsversuche vor. Nach Erkenntnissen deutscher Behörden arbeite Moskau gezielt daran, gesellschaftliche Spaltungen in Deutschland zu vertiefen und das Vertrauen der Bevölkerung in staatliche Institutionen zu untergraben. Die Bundesregierung sieht konkrete Anhaltspunkte für russische Einflussnahme sowohl bei der zurückliegenden Bundestagswahl als auch bei fortlaufenden Desinformationskampagnen, die auf innenpolitische Angelegenheiten der Bundesrepublik abzielen.

Cyberangriffe aufgedeckt

Im Zentrum der Anschuldigungen steht zudem ein Cyberangriff auf die deutsche Flugsicherung, der sich im August 2024 ereignete. Für diesen Vorfall machen deutsche Sicherheitsbehörden das unter dem Namen „Fancy Bear“ bekannte Hackerkollektiv APT28 verantwortlich, das dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugerechnet wird.

Diplomatische Folgen

Die Bundesregierung betrachtet diese Aktivitäten als unmittelbare Bedrohung für die Sicherheit Deutschlands. Als diplomatische Konsequenz wurde der russische Botschafter ins Auswärtige Amt einbestellt, wie ein Sprecher des Ministeriums mitteilte. Wie die „Bild“ unter Berufung auf das Auswärtige Amt berichtet, verurteilt Deutschland das russische Vorgehen in aller Deutlichkeit und hat bereits Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Darüber hinaus unterstützt Berlin auch neue gezielte Sanktionen gegen russische Einzelpersonen.