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Fahrerflucht

Raserei mit gestohlenem Auto: 26-Jähriger kämpfte nach Unfall um sein Leben

Notarzt Österreichisches Rotes Kreuz Schrift
(Symbolbild FOTO: iStock)

Ein gestohlener Wagen, ein schwerverletzter Fußgänger und flüchtende Jugendliche – hinter dem Unfall in Wien-Floridsdorf steckt eine Kette von Straftaten.

Im 21. Wiener Gemeindebezirk ereignete sich am Dienstagabend ein folgenschwerer Unfall mit einem gestohlenen Auto. In der Ruthnergasse hörte eine Augenzeugin zunächst einen lauten Knall und entdeckte anschließend einen am Boden liegenden Mann. Sie bemerkte zudem ein Fahrzeug mit offenstehenden Türen, das führerlos in Richtung Gerasdorfer Straße rollte. In unmittelbarer Nähe sah sie vier bis fünf Jugendliche flüchten. Die Polizei forderte daraufhin zusätzliche Einsatzkräfte an.

Ermittlungen ergaben, dass das Unfallfahrzeug bereits am Vortag als gestohlen gemeldet worden war. Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der Wagen auf der Ruthnergasse und erfasste dabei einen Fußgänger. Das 26-jährige Unfallopfer wurde nach der Erstversorgung mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Geständnis abgelegt

Während die Ermittlungen liefen, stellte sich ein 14-Jähriger bei einer Polizeiinspektion und schilderte den Vorfall. Er gab an, dass sein Freund das Auto entwendet hatte und zum Unfallzeitpunkt am Steuer saß. Laut seiner Aussage war der Fahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Obwohl dieser beim Erblicken des Fußgängers noch bremste, konnte er den Zusammenstoß nicht mehr verhindern.

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Weitere Unfälle

Die weiteren Nachforschungen förderten zutage, dass mit demselben gestohlenen Fahrzeug bereits am selben Tag gegen 13.20 Uhr ebenfalls in Wien-Floridsdorf ein Auffahrunfall verursacht wurde, bei dem eine Person verletzt wurde. Auch in diesem Fall flüchtete der Fahrer von der Unfallstelle. Der 14-jährige österreichische Zeuge identifizierte den Lenker als 20-jährigen Österreicher. Neben ihm befanden sich noch zwei weitere österreichische Jugendliche im Alter von 14 und 16 Jahren sowie ein 14-jähriges österreichisches Mädchen im Wagen. Alle Beteiligten konnten inzwischen identifiziert werden.

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Der schwer verletzte 26-Jährige wurde notoperiert und schwebt nicht mehr in Lebensgefahr.