Die Fahrt im Krankenwagen wird teurer: Ab Sommer 2025 müssen Patienten für planbare Transporte bis zu 15,10 Euro zahlen. Notfälle bleiben kostenfrei.
Planbare Krankentransporte in Österreich werden ab Juli 2025 kostenpflichtig. Die Österreichische Gesundheitskasse führt diese Neuerung ein, um auf die wachsende Anzahl von Transporten zu reagieren. Patienten müssen künftig 7,55 Euro für Fahrten ohne Sanitäter oder 15,10 Euro mit Sanitäterbegleitung entrichten. Von dieser Regelung ausgenommen sind Personen mit Rezeptgebührenbefreiung, Minderjährige sowie medizinisch dringende und notwendige Transporte. Die Zahlungspflicht ist auf maximal 28 Fahrten pro Jahr begrenzt.
Abrechnungsdetails
Die ersten Rechnungen werden im Jänner 2026 verschickt und betreffen etwa 90.000 Versicherte für den Zeitraum Juli bis September 2025. Diese Vorschreibungen enthalten eine detaillierte Aufstellung der durchgeführten Transporte sowie den zu begleichenden Gesamtbetrag. Für die Begleichung haben die Betroffenen eine Frist von 30 Tagen. Bei Beträgen über 151 Euro besteht die Möglichkeit, Zahlungserleichterungen wie Ratenzahlungen zu vereinbaren.
Die ÖGK rechnet durch diese Maßnahme mit zusätzlichen Einnahmen von rund 4,3 Millionen Euro. Mit der Kostenbeteiligung soll sichergestellt werden, dass Krankentransporte für Personen mit medizinischer Notwendigkeit verlässlich verfügbar bleiben und gleichzeitig die vorhandenen Ressourcen effizient genutzt werden.
Die Rechnungen für das vierte Quartal 2025 werden den betroffenen Versicherten im April 2026 zugestellt.
Betroffene Transporte
Die Kostenbeteiligung gilt ausschließlich für planbare Transporte ohne akuten medizinischen Bedarf, beispielsweise regelmäßige Fahrten zu Therapieterminen. Die Gesundheitskasse unterstreicht, dass diese Maßnahme erforderlich ist, um die Verfügbarkeit von Transportkapazitäten für medizinisch notwendige Fälle zu gewährleisten.